Chronisches Müdigkeitssyndrom und CBD

Beim chronischen Müdigkeitssyndrom handelt es sich um eine Krankheit, welche den Betroffenen jeglichen Antrieb und Energie raubt. Zu einem Großteil werden die Patienten teilweise bettlägerig und es fehlt jegliche Kraft, um weiterhin etwas zu bewirken. Zu unserem Glück kann CBD die meisten der Symptome dämpfen und gegebenenfalls das Syndrom als solches vollständig therapieren.


Was verbirgt sich hinter dem chronischem Müdigkeitssyndrom?

Unter diesem Begriff fasst man eine schwerwiegende und facettenreiche neuroimmunologische Krankheit zusammen. Das bedeutet, dass die Nerven sowie das Immunsystem von der Erkrankung betroffen sind. Hauptsächlich verspüren Betroffene eine lähmende geistige sowie körperliche Erschöpfung und damit einhergehend Müdigkeit. Im Übrigen wird diese Erkrankung häufig von weiteren Beschwerden begleitet.

Im Normalfall prägen sich die Syndrome dieser Erkrankung bereits nach geringsten körperlichen oder auch geistigen Anstrengungen aus. Selbst durch Ruhe kann die Energie nicht wiederhergestellt werden. Dementsprechend ist neben der Leistungsfähigkeit auch die Lebensqualität der Betroffenen jahrelang immens beeinträchtigt. Die meisten verlieren ihren Job und verbringen die Tage nur im Bett.

Ein Problem dieser Krankheit ist, dass sie von dem Betroffenen häufig nicht anerkannt wird. Selbst das Umfeld tut diese schwerwiegende Erkrankung als Faulheit ab und dementsprechend erfolgt keine zielstrebige Therapie. In der Vergangenheit hat man dieses Phänomen sogar als ein psychisches Problem betrachtet, erst heute weiß man, dass mehrere körperliche Systeme davon betroffen werden und dass es einen physiologischen Ursprung gibt.

Chronische Erschöpfungssyndrom und Müdigkeitssyndrom

Für das chronische Müdigkeitssyndrom gibt es mehrere Namen. In Deutschland nennt man es so auch das chronische Erschöpfungssyndrom. Kritisiert werden diese Bezeichnungen, weil sie die Ernsthaftigkeit dieser Erkrankung nicht vollends transmittieren. Es handelt sich hier nicht um bloße Erschöpfung oder Faulheit, sondern um eine schwere Erkrankung. Des Weiteren wird diese Krankheit noch von Folgebeschwerden begleitet, weshalb es nicht lediglich auf die Erschöpfung als solche ankommt.

Im Englischen bezeichnet man diese Krankheit als „chronic fatigue syndrom”. Die Verwendung des Wortes „fatigue” macht klar, um welche weitreichende und intensive Erschöpfung es sich hier handelt. Ein weiteres Synonym für diese Erkrankung ist Myalgische Enzephalomyelitis. Hierbei geht man davon aus, dass eine weitläufige Entzündung des ZNS das Syndrom bedingt.

Um einer Verwechslungsgefahr vorzubeugen, soll noch der Unterschied zu dem Fatigue-Syndrom geklärt werden. Dieses Syndrom ist eine Begleiterscheinung von schweren und teilweise chronischen Erkrankungen wie beispielsweise Krebs. Die Symptome beider Krankheiten sind ähnlich, die Ursachen könnten sich jedoch kaum stärker voneinander unterscheiden.

Vorkommen des Syndroms

Es ist statistisch nur schwer zu erfassen, wie viele Menschen tatsächlich unter dieser Krankheit leiden, zumal viele Betroffene ihre Symptome nicht als eigenständige Krankheit anerkennen. Je nach Institut schwanken die Prognosen zum Teil massiv. Laut dem Bundesverband Chronisches Erschöpfungssyndrom gibt es in Deutschland an die 300 000 Patienten dieser Erkrankung. Dabei ergibt sich dieser Wert, wenn man die amerikanischen Untersuchungen auf Deutschland überträgt. Von CFS sind viel mehr Frauen als Männer betroffen. Es kann es in jedem Lebensalter auftreten, zu Anfang 30 kommt es jedoch am häufigsten vor.

Die symptomatischen Erscheinungen

Das CFS bildet sich normalerweise auf einen Schlag aus. Vorangehend findet man häufig eine Virusinfektion, es gibt jedoch auch Fälle, bei denen sich das Syndrom schleichend über einen längeren Zeitraum hinweg eingestellt hat.

Zur Kategorisierung dieser Krankheit wird ein Katalog mit Kriterien zurate gezogen. Während man in der Praxis häufig die kanadischen Kriterien ansetzt, sollen an dieser Stelle der Vollständigkeit halber die internationalen aufgeführt werden. Vorab kann hier die Diagnose sofort gestellt werden, die Symptome müssen nicht erst über einen bestimmten Zeitraum hinweg bestehen.

Als erstes Kriterium findet sich die Abkürzung PENE (postexertional neuroimmune exhaustion). Diese beschreibt, dass es nach körperlicher oder psychischer Anstrengung zu einer übermäßigen Erschöpfung kommen muss. Diese drückt sich in Form von Muskelschmerzen, Herzrhythmusstörungen oder einfach durch die körperliche Ermüdung als solche aus. Diese Symptome bestehen über Stunden bis Tage hinweg und schlichtes Ausruhen oder Schlafen hilft nicht.

Anschließend muss mindestens noch ein Symptom einer neurologischen Beeinträchtigung vorliegen. Hierzu zählen:

  • Schmerzen,
  • Schlafstörungen
  • Muskelschwäche
  • Olfaktorische Sensitivität
  • Photosensitivität

Dazu muss noch eine immunologische, gastrointestinale und urogenitale Beeinträchtigung vorliegen. Hierzu zählen unter anderem folgende Phänomene:

  • Andauernde Atemwegsinfekte
  • Allergien gegen Nahrungsmittel
  • Ein Reizdarm
  • Probleme beim Stuhlgang

Als letztes Kriterium muss noch eine Störung der Energieproduktion oder des Ionentransports vorliegen. Diese äußern sich in Form von

  • Herzrhythmusstörungen
  • niedrigem Blutdruck
  • Schwindel
  • Schweißausbrüchen
  • Kurzatmigkeit
  • starken Temperaturschwankungen

Erst wenn all diese Kriterien erfüllt sind, kann ein CFS diagnostiziert werden. Hieran wird verdeutlicht, dass das Krankheitsbild dieses Syndroms extrem vielfältig und komplex ist, und dementsprechend stark wird die Lebensqualität der Patienten beeinträchtigt.

Die Verursacher dieser Krankheit

Der genaue Grund für dieses Syndrom ist noch nicht geklärt. Neueste Befunde legen den Schluss nahe, dass es sich um eine Autoimmunkrankheit handelt, also dass das Immunsystem falsch funktioniert. Dazu geht man auch davon aus, dass der Energiestoffwechsel innerhalb der Mitochondrien gestört ist.

Als prädisponierender Faktor lässt sich häufig ein Infekt herausarbeiten. Dieser muss innerhalb einer Phase auftreten, in welcher der Patient von hohem Stress sowie von viel körperlicher Aktivität eingenommen wird. Im Übrigen liegt auch eine genetische Präferenz nahe, da Zwillingsstudien diesen Schluss belegen. Bisher wurden noch keine Gene gefunden, welche die Krankheit bedingen.

Neben Infektionen können jedoch auch schwere Verletzungen, OPs sowie Schwangerschaften dieses Syndrom auslösen. Auch psychisch belastende Ereignisse wie der Tod eines geliebten Mitmenschen oder der plötzliche Einstieg in die Arbeitslosigkeit können die Erkrankung verursachen.

Weiterhin verstärken sich die Symptome im Regelfall bei körperlicher Überlastung oder bei intensivem psychischen Stress. Auch das soziale Umfeld kann großen Einfluss auf den Krankheitsverlauf nehmen. Im besten Falle nimmt man die Erkrankung komplett ernst und tut sie unter keinen Umständen als bloße Faulheit ab.

Nebenbei bemerkt können ähnliche Prozesse wie die, welche die Krankheit auslösen, diese noch weiter verschlimmern. Wenn also ein Betroffener unters Messer kommt oder einen Unfall durchlebt, so können sich die Beschwerden mehren. Dazu ist man anfälliger für Infekte, wenn man erst mal das chronische Erschöpfungssyndrom hat. 

Diagnose Chronisches Müdigkeitssyndrom

Diagnostiziert wird diese Krankheit im Regelfall über eine Anamnese, also über ein Gespräch zwischen dem Patienten und dem Arzt. Da es keine genauen Tests gibt, die das Vorhandensein dieses Syndroms eindeutig bestätigen, probiert man nach dem Ausschlussverfahren vorzugehen. Man versucht, ähnliche Krankheiten auszuschließen. Zu diesen Krankheiten zählen unter anderem

  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Anämie
  • Diabetes
  • Multiple Sklerose
  • Hepatitis
  • Depressionen

Es gibt also einen regelrechten Katalog an Krankheiten, die dem CFS ähneln und ein Arzt muss alle diese Krankheiten sicher ausschließen können. Zur Ausschließung dieser Krankheiten können dann wieder Tests anfallen.

Die herkömmlichen Behandlungen

Ein optimaler Behandlungsweg für diese Krankheit ist bisher noch nicht gefunden. Fest steht jedoch, dass jeder einzelne Patient individuell behandelt werden sollte. Dazu sollten begleitende Symptome ebenfalls direkt in die Therapie mit inbegriffen werden. Im Übrigen hat sich eine medikamentöse in Verbindung mit einer nicht-medikamentösen Behandlung als effizient erwiesen.

Die Medikamente werden dabei den schwerwiegendsten Symptomen angepasst. Wenn beispielsweise Schmerzen vorliegen, werden selbstverständlich Schmerzmittel verschrieben. Häufig begleitet dieses Syndrom auch eine Depression, gegen die Antidepressiva verschrieben werden. Auch tritt häufig in Verbindung mit diesem Syndrom ein Vitaminmangel in Erscheinung, der sogleich über entsprechende Präparate behandelt wird. Jedenfalls gibt es bisher noch keine Medikamente, die einzig und allein für die Behandlung des chronischen Müdigkeitssyndrom entworfen wurden.

Als nicht-medikamentöse Behandlung haben sich ganz besonders Entspannungsverfahren als zielbringend erwiesen. An vorderster Stelle steht der Stressabbau. Ebenfalls hat sich hier die Umstellung der eigenen Ernährung sowie das Meiden von Schadstoffen als positiv bewiesen. In einigen Fällen konnten die Beschwerden dieser Krankheit dadurch verringert werden.

Der Krankheitsverlauf

Beim chronischen Müdigkeitssyndrom handelt es sich um eine dieser Erkrankungen, welche komplett individuell verläuft. Es gibt jedoch eine Tendenz dazu, welche Wendungen diese Krankheit in ihrem Verlauf annimmt.

So nimmt diese Krankheit ihren Anfang meistens plötzlich, häufig infolge eines Infekts. Im Normalfall ist die anschließende Antriebslosigkeit und Erschöpfung derartig hoch, dass der eigene Wohnraum kaum mehr verlassen wird. Über Monate bis Jahre hinweg können sich die Symptome wieder besser, hierfür gibt es jedoch keine Garantie. Selbst wenn dieser Fall eintreten sollte, so ist die Verbesserung im Normalfall nicht von Dauer. Die Rückfallquote bei dieser Krankheit ist besonders hoch. Dabei findet ein derartiger Rückfall häufig nach krassen psychischen Belastungen start, insofern sollte man diese besonders stark vermeiden.

Was CBD hier alles erreichen kann

Cannabidiol ist ein Wirkstoff aus der Cannabispflanze. Im Gegenteil zum THC ist es in Deutschland legal und wirkt nicht psychoaktiv. Dementsprechend verändert sich die Wahrnehmung nicht durch die Einnahme von CBD.

Cannabinoide wirken über das sogenannte Endocannabinoid-System, was ein regulatives Netzwerk innerhalb des menschlichen Organismus ist. Das System besteht aus zwei Rezeptoren, dem CB1- und CB2-Rezeptor. Ersteren findet man vorwiegend im Zentralen Nervensystem sowie im Gehirn, letzteren vorwiegend in den peripheren Nerven.

Das Endocannabinoid-System ist an zahlreichen unterschiedlichen Prozessen im Gehirn beteiligt. Ganz besonders regulative Funktionen werden übernommen, so werden beispielsweise der Schlaf-Wach-Rhythmus, der Appetit, das Schmerzempfinden und auch einige motorische Prozesse vom Endocannabinoid-System maßgebend gesteuert. Dabei produziert der Körper selbst Cannabinoide, die Endocannabinoide genannt werden. Bei den Phytocannabinoiden, zu welchen auch CBD und THC gehören, findet die Produktion innerhalb der Cannabispflanze statt. 

Zu Anfang soll erwähnt sein, dass die begründete Aussage besteht, dass es sich beim Chronischen Müdigkeitssyndrom lediglich um eine weiträumige Entzündung handelt. Insofern ist CBD hier auf jeden Fall wirksam, da es stark entzündungshemmend wirkt, diese Eigenschaft ist bereits allgemein anerkannt.

Des Weiteren bestätigt eine Publikation aus dem Magazin „Expert Opinion on Therapeutic Targets” aus dem Jahre 2017, dass sich die Aktivität innerhalb der Ganglienzellen im Gehirn stark vermindert, wenn CBD eingenommen wird. Hierbei handelt es sich um ein hypersensitives zentrales Nervensystem, das maßgebend am chronischen Müdigkeitssyndrom beteiligt ist.

Diese Wirkung begründet sich darauf, dass Cannabinoide den Informationsfluss im Gehirn regulieren. Wenn eine Zelle eine Information an eine andere sendet, so schickt die empfangende Zelle ein Endocannabinoid an die vorgeschaltete Zelle. Dabei enthält das Endocannabinoid Informationen darüber, welche Informationen und in welchen Mengen diese noch gebraucht werden. Dadurch beruhigen Cannabinoide das gesamte Nervensystem und verhindern Überreaktionen.

Überdies lohnt es sich allemal, dem CFS ähnliche Krankheiten zu betrachten. Eine von diesen ist die Fibromyalgie. Es gibt Beweise, dass diese Krankheit unter anderem aufgrund eines Defizits an Endocannabinoiden entsteht. Deswegen liegt der Schluss nahe, dass Endocannabinoide auf beide Krankheiten einen wichtigen Einfluss haben und dass ein Übermaß an diesen Abhilfe schaffen kann.

Weiterführend gibt es eine französische Studie aus dem Jahre 2017 über die Wirkung von CBD auf die Alzheimer Erkrankung. Diese Studie legt nahe, dass oxidativer Stress sowie mitochondriale Dysfunktionen durch CBD unterbunden werden. Wie zuvor beschrieben, verstärkt Stress die Symptome von CFS. Nun fällt der Apfel nicht weit vom Stamm und die Vermutung ist begründet, dass durch die Abwendung von Stress die Symptome der Krankheit gemindert werden können. Eben dies passiert beim Konsum von CBD. Dazu werden die Mitochondrien dazu angeregt, ordentlich zu funktionieren. Es besteht die Hypothese, dass das chronische Müdigkeitssyndrom aufgrund von mitochondrialen Dysfunktionen überhaupt erst entsteht.

Es gibt also zahlreiche Beweise, die ein positiven therapeutischen Einfluss von CBD auf CFS nahelegen. Wie bei zahlreichen weiteren Krankheiten ist der Einfluss von CBD kaum erforscht. Im Gegenzug dazu ist die Therapie mit Medizinalhanf mehr als ausreichend mit Studien belegt, hier ist immer THC im Spiel. Darum soll an dieser Stelle jedem neugierigen und weltoffenen Leser das Selbstexperiment nahegelegt sein. Ein entsprechendes Präparat ist nicht teuer und es gibt lediglich viel zu gewinnen.

Die Therapie in der Praxis

In der Regel konsumiert man CBD in Form von entsprechenden Ölen. Von diesen Ölen gibt man zwei bis fünf Tropfen unterhalb der Zunge in den Mundraum. Anschließend lässt man das Cannabidiol für 60 Sekunden wirken, bevor man es schluckt. Diesen Vorgang wiederholt man am besten zweimal täglich, je nach Bedarf kann man das auch anpassen.

Cannabidiol ist fast nebenwirkungsfrei. Lediglich kleinere Erscheinungen wie beispielsweise Durchfall, leichter Schwindel oder zeitweilig veränderte Leberwerte können auftreten, diese haben jedoch keine gesundheitlichen Folgen und verschwinden sofort, wenn die Dosis nach unten hin reguliert wird.