CBD beim chronischen Wirbelsäulensyndrom

Für den aufrechten Gang musste der Mensch einige Einbußen vornehmen. So ist der Homo sapiens einzigartig in seinen Rückenschmerzen, die sonst kein Tier hat. Beim chronischem Wirbelsäulensyndrom handelt es sich um zahlreiche Erkrankungen rund um die Wirbelsäule, welche alle zusammen schmerzhafte Symptome nach sich ziehen. Damit ist die Diagnose der Krankheit eher diffus und viele Erscheinungen werden in diesen Begriff mit einbezogen. Cannabis und ganz besonders das CBD haben sich hier als therapeutisch effizient erwiesen.

Was ist das chronische Wirbelsäulensyndrom

Probleme rund um die Wirbelsäule zählen zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen. Das ist unter anderem der umfassenden Komplexität der Wirbelsäule geschuldet, welche auch zahlreiche unterschiedliche Erkrankungen und Probleme nach sich ziehen kann. Bei dem Wirbelsäulensyndrom redet man von einer sogenannten Verlegenheitsdiagnose. Unerwartet häufig wird diese Diagnose gestellt und sie umfasst lediglich unklare Schmerzzustände im Bereich der Wirbelsäule.

Man stellt man diese Diagnose, wenn allgemein Schmerzen rund um die Wirbelsäule vorliegen. Dabei können unterschiedliche genau deklarierbare Krankheiten die Ursache dieser Schmerzen sein. Folglich gibt es keine genaue Diagnose für dieses Syndrom, die Definition ist allemal nebelhaft und vage.

Dabei unterscheidet man unterschiedliche Formen des Wirbelsäulensyndroms je nach der Quelle der Schmerzen. So differenziert man zwischen dem Halswirbelsäulen-, Lendenwirbelsäulen- und dem Brustwirbelsäulensyndrom. Im Übrigen kann man auch Unterscheidungen nach dem Verlauf, der Schmerzausstrahlung sowie der jeweiligen genauen Ursache vornehmen.

Die Symptome

Aufgrund der Komplexität der Wirbelsäule sowie der zahlreichen Erkrankungen, die diese befallen können, werden hier häufig Fehldiagnosen gestellt. Jedenfalls ziehen Erkrankungen, welche zum Wirbelsäulensyndrom gezählt werden, primär Schmerzen in den jeweiligen Wirbeln mit sich.

Wenn es bspw. zu Blockierungen der Wirbelsäule kommt, so können Ohrensausen, Sehprobleme und Schwindel vorkommen. Wenn Nerven in der Wirbelsäule gequetscht sind, können auch Taubheitsgefühle sowie Störungen der Sinneswahrnehmung auftreten. Des Weiteren kann auch das vegetative Nervensystem betroffen sein, an dieser Stelle treten Schweiß, Herzrasen und Nervosität auf. Hier lässt sich die unglaubliche Vielfältigkeit und Komplexität dieses Syndroms bemerken, weshalb eine detailreiche Diagnose immer vom Vorteil ist.

Die Ursachen

Wie schon oft erwähnt, können die Ursachen vielfältig ausfallen. Um eine effiziente Therapie anzusetzen, ist jedoch die Suche nach den Ursachen unabdingbar und letal. Der Schmerzverursacher muss erkannt werden, ansonsten kann man gegen diesen nicht vorgehen.

Im Allgemeinen findet man als Grund häufig Muskelverspannungen, Verschleißerscheinungen oder Versteifungen. Diese treten oft mit einer übermäßigen Bewegungsmöglichkeit einzelner Wirbel auf. Ebenso werden in Verbindung mit diesem Syndrom häufig Arthrose sowie Facettengelenkentzündungen diagnostiziert.

Ein besonderes Augenmerk soll noch auf das Halswirbelsäulensyndrom gelegt werden, da dieser Bereich besonders problematisch ist. Hier können auch funktionelle Verspannungen sowie diversive Dysfunktionen den Schmerz bedingen. Allgemein degeneriert die Halswirbelsäule besonders oft im Alter, weshalb vor allem ältere Menschen mit diesem Syndrom kämpfen müssen. Im Übrigen treten im Bereich der Halswirbelsäule und der Lendenwirbel am häufigsten Bandscheibenvorfälle auf. Hier verschiebt sich das Bandscheibengewebe und drückt Nerven der Wirbelsäule zu, was sich in besonderen Schmerzen äußert.

Die bisherige Therapie

Aufgrund der zahlreichen unterschiedlichen Ursachen fallen auch die Therapien derartig aus. Wenn ein Wirbelsäulensyndrom diagnostiziert wird, fällt die Therapie im Normalfall langwierig und zeitlich aufwändig aus. Das begründet sich darauf, dass aufgrund der diffusen Symptome sowie der ungenauen Kategorisierung nicht der wahre Ursprung bekämpft werden kann.

Prinzipiell jedoch wird eine medikamentöse Behandlung von etwaigen anderen Therapien begleitet. Dabei werden entzündungshemmende, schmerzlindernde und auch muskelentspannende Medikamente eingesetzt – CBD erfüllt jegliche dieser Funktionen. Ergänzend kann man noch Physiotherapie betreiben, sich Massagen gönnen oder auch sportlich aktiv werden. Prinzipiell ist hier die Prophylaxe am sinnvollsten, welche durch einen gesunden Lebensstil mit ausreichend Bewegung gewährleistet ist.

Wie CBD helfen kann

Prinzipiell soll erst die Funktionsweise von Cannabidiol bzw. Cannabinoiden als solchen dargelegt werden. Diese Substanz wirkt über das sogenannte Endocannabinoid-System (ECS). Dieses System ist ein regulatives Netzwerk innerhalb des menschlichen Organismus.

Dabei gibt es CB1- und CB2-Rezeptoren, über welche Cannabinoide wirken können. Letzten Endes zählt CBD auch zu Cannabinoiden, dabei gibt es jedoch sogenannte Endocannabinoide, die vom Körper selbst hergestellt werden. Andere Cannabinoide wie CBD werden nicht vom Körper produziert, sondern von der Cannabispflanze. Sie wirken jedoch in derselben Weise und über dasselbe Netzwerk.

Die regulative Funktion des Endocannabinoid-Systems liegt darin, dass es den Informationsfluss bestimmt. Sobald von einer Zelle ein Signal an eine andere übertragen wird, sendet die empfangende Zelle ein Endocannabinoid zur vorherigen. Dabei enthält das Endocannabinoid Informationen darüber, welche Informationen und in welchen Mengen sie benötigt werden. Damit soll der Informationsfluss auf einem angenehmen Niveau gehalten werden, sodass keine Überreaktion im Gehirn stattfindet.

Zum einen hilft das beim chronischen Wirbelsäulensyndrom bei der Schmerzbekämpfung. Durch eine Dämpfung der Aktivitäten im Gehirn werden zwangsläufig die Prozesse der Schmerzempfindung einen Gang herunter geschaltet. Das ist allem voran unter dem Gesichtspunkt interessant, als dass das Schmerzempfinden vom Endocannabinoid-System eingenommen wird. So verhindert Cannabidiol den Abbau von Anandamid im menschlichen Organismus. Je mehr Anandamid im Körper vorhanden ist, umso weniger Schmerzen empfindet man.

Des Weiteren hilft ganz besonders bei der vorliegenden Erkrankung, dass Cannabidiol den Weg in den Schlaf erleichtert. Dadurch, dass die Aktivität im Gehirn herabgesetzt wird, fällt es Betroffenen spürbar leichter, einzuschlafen. Vor allem bei chronischen Rückenschmerzen kann das Einschlafen ein großes Problem darstellen. Hier kann CBD helfen.

Im Übrigen kommt es darauf an, welche Erkrankung genau vorliegt. Ist beispielsweise eine Entzündung der Ursprung aller Schmerzen, so wird CBD mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit helfen können, aufgrund seiner stark entzündungshemmenden Eigenschaften. Auch bei einem Bandscheibenvorfall ist zu erwarten, dass CBD effektiv die Schmerzen behandelt, weil einfach die Signale, welche vom eingeklemmten Nerv ausgehen, abgeschwächt werden. Darum sollte jeder für sich selbst ausprobieren, ob CBD hilft oder eben nicht. Selbstverständlich sollte hierfür Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

Abschließend soll noch erwähnt sein, dass es kaum empirische Daten dazu gibt, wie CBD bei Rückenschmerzen hilft. Während die Verwendung von Medizinalhanf, also von normalem Cannabis, außerordentlich gut erforscht ist, so lässt die Datenlage beim CBD zu wünschen übrig. Das liegt daran, dass erst seit Neuerem ein großes therapeutisches Interesse an diesem Wirkstoff besteht und entsprechende Tests viel Zeit in Anspruch nehmen. Medizinisches Cannabis als solches ist jedoch schon seit Langem eine anerkannte Therapie für Rückenschmerzen.

Die Therapie mit CBD in der Praxis

Man konsumiert CBD normalerweise in Form von Ölen. Von diesen verabreicht man sich zwei Dosen täglich. Eine Dosis besteht aus zwei bis fünf Tropfen eines jeweiligen Wirkstoffes, den man für 60 Sekunden in den Mundraum unterhalb der Zunge gibt. Wenn das CBD 60 Sekunden lang eingewirkt hat, darf es geschluckt werden.

Die Therapie mit CBD ist in den meisten Fällen komplett nebenwirkungslos. Nur bei Überdosierungen kann unter anderem der Blutdruck leicht sinken, der Mund kann sich ein bisschen trocken anfühlen oder man empfindet ein wenig Schwindel. Hierfür müssen jedoch hohe Überdosierungen vorliegen und selbst wenn derartige Phänomene auftreten sollten, so muss lediglich die Menge an CBD ein wenig heruntergesetzt werden. Langzeitfolgen sind mindestens bisher noch nie von CBD beobachtet worden.

Fazit zum chronischen Wirbelsäulensyndrom und CBD

Es hat sich gezeigt, dass CBD bei der Bekämpfung des chronischen Wirbelsäulensyndroms sehr wohl helfen kann. Leider fehlen ordentlich belegte empirische Daten hierzu, weshalb jeder über ein Selbstexperiment ins kalte Wasser geworfen wird. Die bisherigen Beweise legen jedoch nahe, dass positive Einflüsse eintreten können.