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Was sagen die Prozentangaben bei CBD-Ölen aus?

CBD-Öle werden immer mit einem bestimmten Prozentgehalt an CBD ausgewiesen. Es stellt sich die Frage, was genau diese Prozentangaben bedeuten. Danach taucht vermutlich die Frage auf, wie man den eigenen Konsum an die Prozentangaben anpassen soll. Beide Fragen sollen an dieser Stelle geklärt werden.


Die Prozentangaben

Die Prozentangaben weisen grundsätzlich aus, wie viel CBD im jeweiligen Präparat enthalten ist. Wenn also 2 % CBD aufgedruckt sind, besteht das entsprechende Präparat zu 2 % aus CBD, von 100 ml sind zwei davon reines Cannabidiol. Zu bedenken ist hierbei, dass folglich 2 CBD-Tropfen mit 4 % CBD gleich viel sind wie ein Tropfen mit 8 %. Die Menge des CBDs unterscheidet sich hierbei nicht.

Dafür ist der Geschmack anders – je mehr Tropfen eingenommen werden, umso intensiver fällt dieser aus. Darum greifen Konsumenten in der Regel zu höheren CBD-Anteilen. Dazu können höher dosierte Präparate leichter über die Schleimhäute aufgenommen werden, weil schlichtweg nicht so viel Flüssigkeit vorhanden ist. 

Nun sagen die jeweiligen Prozentangaben im Detail noch mehr über das Präparat aus. Wenn mehr als 5 % CBD enthalten sind, sind die Öle in der Regel angereichert oder mehrfach extrahiert. Dadurch verringert sich folglich die Qualität, da nicht das gesamte Spektrum an Wirkstoffen der Hanfpflanzen eingebaut ist. Unter 5 % findet eine Kohlenstoffdioxid-Einzelextraktion statt, wodurch die gesamten Wirkstoffe, wie Terpene und Flavonoide, extrahiert werden.

Auch sollte man neben dem CBD-Anteil ganz besonders auf die Sorte achten. Insofern man kein Isolat will, sollte man auf eine möglichst ausgewogene Pflanze achten, die im besten Fall kaum behandelt werden muss. Eine solche Sorte ist Candida (CD-1), sie entwickelt bis zu 20 % CBD und dafür lediglich 1 % THC. Dadurch ist hier ein psychoaktiver Effekt ausgeschlossen und die Pflanze lässt sich hervorragend weiterverarbeiten. Eine weitere hervorragende Sorte ist Sweet Pure CBD. Diese bringt 8 % bis 15 % CBD hervor und im Gegenzug 0,4 % bis 1 % THC, wodurch auch hier eine nahtlose Verarbeitung möglich ist und das volle Spektrum an Wirkstoffen erhalten bleibt.

Weiterhin kommt es noch auf die Bioverfügbarkeit des jeweiligen Öls an. Die Bioverfügbarkeit sagt aus, wie viel Prozent eines gegebenen Wirkstoffes am Ende im Organismus aktiv wirken. Bei CBD-Ölen kann die Bioverfügbarkeit erschreckend gering ausfallen, wenn möglich sollte man sich also darüber beim Hersteller informieren. Entscheidend für die Bioverfügbarkeit sind die Extraktionsverfahren.

Die Dosierung entscheidet

Zahlreiche Befürworter des Cannabidiols berufen sich lediglich auf die Prozentangaben, wobei die Dosierung wichtiger ist. Dabei sollte sich die Dosis am jeweiligen Verwendungszweck orientieren.

So sind CBD-Öle mit Anteilen von bis zu 10 % für kleine Beschwerden hervorragend geeignet, beispielsweise für den alltäglichen Gebrauch als Nahrungsergänzungsmittel. Wer jedoch eine chronische Krankheit mit CBD behandeln will, sollte zu höher dosierten Präparaten greifen und im besten Falle noch THC ergänzend einnehmen. Bei Krankheiten wie chronischen Schmerzen, der Epilepsie oder auch dem Autismus können derartige Extrakte eine hervorragende Therapie sein.

Bei akuten Schmerzen empfiehlt sich auch die Einnahme über E-Zigaretten, da diese sehr schnell und effizient wirkt. Bei der Migräne oder bei Menstruationsschmerzen ist diese Konsumform besonders beliebt. Ansonsten empfiehlt sich für derartige Beschwerden eine Dosierung von drei bis fünf Tropfen eines fünfprozentigen Öls.

Ebenso sollte man selbstverständlich Kinder mit weniger CBD therapieren, mehr als 3 % sind normalerweise nicht nötig. Man sollte jedoch die Wirkungen auf das Kind im Auge behalten und gegebenenfalls die Dosis hochschrauben, wenn die gewünschten Effekte nicht eintreten. Auch sollte man bei Kindern Präparate mit Geschmack einsetzen.

Gerne werden auch Haustiere mit chronischen Krankheiten durch CBD therapiert, entsprechende Präparate lassen sich vollkommen legal erwerben. Für den besten Freund des Menschen und für die Hauskatze reichen daher Öle mit 3 % CBD vollkommen aus.