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CBD bei psychischen Erkrankungen

Während Feinde des Hanfes meinen, dass die Psyche durch den Konsum von Marihuana negativ beeinflusst wird, liegt eher das Gegenteil vor. In diesem Artikel wollen wir uns darauf fokussieren, was das Cannabinoid CBD bei psychischen Erkrankungen leisten kann.


CBD und die Angst

Während der Konsum von herkömmlichem Marihuana Ängste und Paranoia schüren kann, lindert CBD diese. Besonders in den wohlhabenden westeuropäischen Ländern leiden immer mehr Menschen an Angstzuständen und Panikattacken. Jede Angst schränkt einen bestimmten Aspekt des Lebens ein, wodurch die Lebensqualität mehr oder weniger stark sinkt. Derartigen Phänomenen liegen häufig traumatische Erlebnisse oder bestimmte Erfahrungen zugrunde.

Derartige Ängste bringen schwerwiegendere Folgen mit sich, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Selbstverständlich wird zum einen die Psyche belastet und der Körper bleibt auch nicht verschont. Psychosomatische Folgen auf den menschlichen Organismus treten sehr wohl hervor, nicht zuletzt ist ständige Angst auch Stress, der bekanntermaßen fast so schlimm wie Rauchen ist.

Diese Angstzustände treten hervor, weil der Kopf eine bestimmte Situation als zu gefährlich einstuft, obwohl keine tatsächliche Gefahr vorliegt. Im Gehirn werden bestimmte angstauslösende Chemikalien ausgeschüttet, sobald eine entsprechende Situation vorkommt. Bei Menschen, die Angststörungen haben, ist die Ausschüttung derartiger Neurotransmitter gestört, sodass sie viel zu leicht abgegeben werden.

Was CBD bewirkt

CBD übt Einfluss über das sogenannte Endocannabinoid-System, welches sich aus den beiden Rezeptoren CB1 und CB2 zusammensetzt. Über diese Rezeptoren reguliert CBD maßgebend den Informationsfluss im Gehirn. Vereinfacht wollen wir uns zwei Neuronen im Gehirn anschauen, die miteinander interagieren. Über elektrische und chemische Impulse geben sie Informationen aneinander weiter. Dabei gibt es ein Neuron, welches Informationen aussendet und ein Neuron, welches diese Informationen empfängt. Ersteres bezeichnet man als präsynaptisches Neuron, das empfangende Neuron nennt sich postsynaptisches Neuron.

Wenn nun eine Information vom präsynaptische Neuron zum postsynaptischen Neuron gesendet wurde, sendet das postsynaptische Neuron ein Endocannabinoid bzw. ein Cannabinoid an die präsynaptische Zelle. Das Cannabinoid enthält Informationen darüber, welche Informationen noch gebraucht werden und in welchen Mengen. Die Cannabinoide koordinieren also den Informationsfluss im Gehirn und sorgen insbesondere dafür, dass kein Chaos auftritt. Bei Angstzuständen überreagiert das Gehirn komplett – zu viele elektrische Impulse und chemische Botenstoffe werden gesendet und empfangen. CBD sorgt dafür, dass der Informationsfluss geordnet bleibt und eben dieses Chaos nicht auftritt. Dem ist im Übrigen ein Großteil der entspannenden Wirkung des CBDs zuzuschreiben. 

Hilfe für Veteranen

Eine grausame psychische Erkrankung ist die posttraumatische Belastungsstörung. Nach Unfällen, Gewaltverbrechen oder Naturkatastrophen kann man mit einem solchen Trauma davonkommen. Auf bestimmte Trigger hin reagiert das Individuum mit bestimmten Reaktionen, die Panikattacken ähneln. Der Betroffene kann sich komplett in die damalige grausame Situation zurückversetzt fühlen und die Erinnerung auf ein Neues durchleben. Selbstverständlich wird dadurch die Lebensqualität stark beeinträchtigt, da man vor diesen Panikattacken nie sicher ist und immer in diesen grausamen Moment zurückversetzt werden kann.

Einwandfrei geklärt ist der physiologische Ursprung im Gehirn dafür nicht, höchstwahrscheinlich ist jedoch, dass eine Überaktivität in bestimmten Teilen des Gehirns vorhanden ist. Das Hauptaugenmerk legt man auf die Amygdala, welches eines der ältesten Teile des Gehirns ist und eine wichtige Rolle bei der Angst spielt.

Es gibt einige Untersuchungen die nahelegen, dass CBD enorm hilfreich sein kann. Die Amygdala ist ein sehr alter Teil des Gehirns und wird daher zum Großteil instinktgesteuert, neuere Teile des Gehirns sind für unser Bewusstsein verantwortlich. So konnte eine Studie belegen, dass die Kommunikation zwischen diesen instinktgesteuerten älteren Teilen und neueren Hirnarealen, die für alltägliche Entscheidung zuständig sind, also unser Bewusstsein mehr oder weniger verkörpern, gehemmt wird. Hierdurch ist es schwerer für das traumatische Erlebnis, ins Bewusstsein zu dringen.

Ebenfalls können Trigger dadurch beseitigt werden. Man kann sich PTBS wie eine Konditionierung vorstellen: Der Betroffene erlebt einen Sinneseindruck wie vom traumatischen Erlebnis und ist sofort in diesen zurückversetzt. Im Rahmen einer Untersuchung hat man immer einen bestimmten Ton abgespielt, als man den Probanden Schmerzen zugefügt hat. Dadurch hat sich diese Konditionierung im Gehirn festgesetzt, die Konditionierung von dem bestimmten Ton und dem Schmerzempfinden. CBD half dabei, diese Konditionierung wieder aufzulösen.

Dazu ist allgemein bekannt, dass medizinisches Cannabis gegen Albträume und Flashbacks hilft. Es wurde jedoch nicht näher untersucht, welcher Bestandteil der Hanfpflanze hierfür ausschlaggebend ist, weitere Untersuchungen werden hoffentlich Licht ins Dunkel bringen.

CBD kann bei Psychosen helfen

Fälschlicherweise wird oftmals behauptet, dass der Konsum von illegalem Cannabis zu Psychosen führen kann. Heutzutage weiß man glücklicherweise besser Bescheid: Es gibt keinerlei Korrelation zwischen dem Konsum von Cannabis und vermehrten Psychosen. Viel eher tritt eine versteckte psychische Erkrankung durch den Konsum von Cannabis hervor, bei anderen Drogen wäre das jedoch höchstwahrscheinlich auch der Fall.

Man stellte fest, dass die Chance auf eine Psychose sinkt, umso mehr Anandamid im Organismus vorhanden ist. Anandamid ist das bekannteste körpereigene Endocannabinoid. CBD verhindert nun, dass Anandamid abgebaut wird, erhöht also auf Dauer den Anandamidspiegel im Körper. Mediziner sehen große Potenzial dahinter, insbesondere mit Hinsicht auf die Behandlung von Schizophrenie. 

Zwangshandlungen auflösen

CBD hilft bei Zwangshandlungen und Zwängen. Ob man nur einige nervige Ticks abbauen will oder wirklich Zwangshandlungen hat, die das eigene Leben komplett dominieren: Mit CBD wird es leichter fallen. Höchstwahrscheinlich ist das darauf zurückzuführen, dass die Aktivität im Gehirn gehemmt wird. Betroffene mit Zwangshandlungen fühlen sich so, als müssten sie die zwanghafte Handlung jetzt auf der Stelle ausführen. Das ist vermutlich eine Überaktivität im Gehirn, welche lediglich koordiniert und reguliert werden muss.

Lieber CBD als Medikamente

Für all die genannten psychischen Erkrankungen gibt es sehr wohl Medikamente, um diese zu therapieren. Zwangshandlungen beispielsweise therapiert man mit synthetischen Psychopharmaka, mit denen man überdosieren oder eine Abhängigkeit entwickeln kann. CBD ist unterdessen ein natürlicher Wirkstoff, der bei krassen Überdosierungen Durchfall verursachen kann und von dem eine Abhängigkeit komplett ausgeschlossen ist. Weitere Mikronährstoffe, die in den Präparaten enthalten sind, unterstützen die Gesundheit zusätzlich. 

Gängige Antipsychotika, die man gegen Psychosen einsetzt, können Bewegungsstörungen, Gewichtszunahme und Diabetes nach sich ziehen. Medikamente gegen Ängste und gegebenenfalls Depressionen haben nicht viel bessere Nebenwirkungen.

CBD als Ergänzung

Wer Cannabidiol gegenüber noch skeptisch ist, sollte nicht direkt eine vollständige Therapie nur mit diesem Wirkstoff anfangen. Häufig hat es sich als hilfreich erwiesen, CBD ergänzend zu einer gängigen Therapie zu konsumieren. Jeder Skeptiker kann dadurch einen ersten Einblick gewinnen und sich selbst davon überzeugen, dass gesundheitlich vorteilhafte Effekte eintreten. Davor sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt abhalten, damit keine Medikamente mit dem CBD in Wechselwirkung treten. Bestenfalls sollten Sie sich dort informieren, welche Dosis, Konsumform und so weiter am besten für Ihre jeweilige Erkrankung ist. Ansonsten finden Sie die meisten psychischen Erkrankungen noch in diesem Blog und Sie können mehr darüber erfahren.