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CBD und der Reizdarm: Das sollten Sie wissen!

Ein ungutes Gefühl in der Magengrube, durchgehende Übelkeit oder der ständige Drang zum Toilettengang, Probleme in der Verdauung können einem den Alltag vermiesen. Bei sehr vielen Menschen ist der Verdauungsapparat sehr empfindlich, was man allein schon an der Häufigkeit des Reizdarmsyndroms erkennt. CBD kann gegen den Reizdarm helfen. In Anbetracht dessen, dass schätzungsweise 13 Millionen Deutsche an dieser Krankheit leiden, wollen wir einen detaillierten Blick darauf werfen, wie CBD gegen die Erkrankung helfen kann.


Der Reizdarm

Beim Reizdarmhandelt es sich um eine Erkrankung, die den Dickdarm in den Fokus nimmt. Typische Symptome dieser chronischen Erkrankung sind Blähungen, ein Blähbauch, Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung und Krämpfe. Wie schon angedeutet, handelt es sich hierbei um eine chronische Erkrankung. In Deutschland sind rund 13 Millionen Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Am häufigsten tritt das Reizdarmsyndrom im späten Teenageralter bis hin zu Anfang 40 auf.

Lebensbedrohlich ist diese Krankheit nicht und schwere Krankheitsverläufe treten auch nur extrem selten zutage. Wer den Reizdarm erleidet, muss keine höhere Chance auf weitere Darmkrankheiten fürchten. Möglich ist jedoch, dass die Krankheit das Leben tiefgehend verändert, da es sich immerhin um eine chronische Erkrankung handelt. Mögliche Folgen für den Alltag sind beispielsweise, dass man häufiger bei der Schule oder der Arbeit fehlt. Einige können Hobbys und so weiter nicht mehr nachgehen, da ihnen der Reizdarm immerzu in die Quere kommt. Erst bei besonders schweren Krankheitsverläufen kann es sein, dass man den Job kündigen, auf Heimarbeit umsatteln oder andere Maßnahmen ergreifen muss.

Die beiden Hauptkategorien

Den Reizdarm kann man grob in zwei Gruppen aufteilen. Das eine ist das Reizdarmsyndrom mit Durchfall (RDS-D), das andere ist das RDS mit Verstopfung (RDS-O). In einigen Fällen tritt eine Mischung beider Gruppen auf, Durchfall und Verstopfung wechseln sich ab. Möglich ist auch, dass man in keine dieser Kategorien passt, häufig kommt das jedoch nicht vor.

Die Ursachen

Es gibt zahlreiche Ursachen, aus denen das Reizdarmsyndrom resultieren kann. Studien konnten jedenfalls zutage fördern, dass der Dickdarm überempfindlich reagiert. Auf leichte Simulationen reagiert der Dickdarm komplett unangemessen. Normalerweise sollten langsame und rhythmische Muskelbewegung erfolgen, aufgrund der Empfindlichkeit des Dickdarms verkrampft sich dieser, was zu Verstopfung und Durchfall führt.

Es besteht darüber hinaus die Vermutung, dass die chemische Zusammensetzung des Körpers eine Rolle spielen könnte. So könnten gewisse Abnormalitäten im Vorkommen einiger Neurotransmitter dafür sorgen, dass Nervensignale zwischen Verdauungsapparat und Gehirn nicht mehr richtig empfangen und gesendet werden. Das ist und bleibt jedoch eine Theorie. Wie kann also nun die Behandlung dieser lästigen Krankheit aussehen. Es gibt mehrere Gründe, weshalb sich CBD als Therapiemethode anbietet.

Weshalb CBD für den Reizdarm?

Standardmäßige Therapiemethoden für den Reizdarm sind Ernährungsumstellungen, Probiotika sowie Stressreduzierung. Allzu häufig schlagen diese Ansätze jedoch fehl, weshalb das Cannabinoid CBD in den Fokus der Mediziner gerückt ist. CBD wirkt über das sogenannte Endocannabinoid-System. Wie genau die Wechselwirkung von CBD mit diesem System aussieht, spielt an dieser Stelle keine Rolle. Interessant mag jedoch sein, dass die Forschung bewiesen hat, dass der Darmtrakt eine sehr starke Bindung an das Endocannabinoid-System aufweist. Jeder Konsument von Marihuana kann das bestätigen, normalerweise erfährt man einen sogenannten „Hunger-Flash”, weil das Sättigungsgefühl durch das psychoaktive Cannabinoid THC ausgeschaltet wird. 

Ein Problem des Reizdarmsyndroms ist, dass der Appetit beeinträchtigt wird. Man bekommt das Gefühl von Übelkeit vermittelt, woraufhin natürlicherweise der Appetit sinkt. Hierdurch werden ungesunde Ernährungsmuster gefördert. Während einem übel ist, isst man gar nichts, sobald die Übelkeit jedoch nachlässt, isst man zu viel. Sobald zu viel gegessen wurde, schießt das Reizdarmsyndrom wieder los. Selbst die Therapie mit Medikamenten hilft kaum, diesen Teufelskreis zu verlassen. Klinische Studien belegen jedoch, dass CBD mehr als nur hilfreich sein kann. Nicht nur wird die Übelkeit unterdrückt, auch der Appetit wird im selben Zuge angeregt, damit gesunde Ernährungsmuster wieder gefördert werden.

Fast noch wichtiger ist, dass CBD Entzündungen im Verdauungsapparat zurückhält. Nachgewiesenermaßen wirkt CBD stark entzündungshemmend. Nun bewirken Entzündungen im Verdauungsapparat einige der Probleme, die das RDS charakterisieren. Der Konsum von CBD hilft dabei, diese Entzündungen zu unterdrücken, sodass der Verdauungsapparat vollständig gesund bleibt. Gegen psychische und damit psychosomatische Probleme hilft, dass CBD schmerzlindernd wirkt. Auf der einen Seite kann man diesen Effekt darauf zurückführen, dass CBD die Entzündungen lindert, wodurch natürlicherweise der Schmerz reduziert wird. Klinische Studien belegen jedoch ein schmerzlinderndes Potenzial, welches die Lebensqualität während des Reizdarmsyndroms aufrechterhält. 

Zu den Studien

Im Folgenden wollen wir uns klinische Studien anschauen, die genau den kausalen Zusammenhang zwischen Reizdarm und der Therapie mit CBD abhandeln. So ergab eine Studie des Neurologen Ethan Russo aus dem Jahr 2008, dass ein Mangel an Endocannabinoiden für das Reizdarmsyndrom verantwortlich sein kann. Endocannabinoide sind solche Cannabinoide, die vom Körper selbst hergestellt werden. Diese Annahme war ein Auslöser für die Vermutung, dass CBD dazu beitragen könne, das Reizdarmsyndrom zu lindern.

Weitergeführt wurden die Erkenntnisse im Jahr 2016 im Rahmen einer Studie aus dem British Journal of Pharmacology. Hier wurde bestätigt, dass CBD mit den CB2-Rezeptoren des Verdauungstraktes interagiert. Hier wurde belegt, dass CBD gegen Krämpfe des Verdauungstraktes helfen kann und dass es die da Motilität verbessert. Das bedeutet nichts anderes, als dass weniger spontane Bewegungen stattfinden, der Darm gerät also nicht außer Kontrolle.

Anwendung von CBD 

Am simpelsten ist eine Therapie in Form von CBD Ölen. Hier ist die Bioverfügbarkeit vergleichsweise hoch, die Anwendung simpel und skalierbar. Als Anfänger sollte man mit einem Öl mit knapp 5 % oder 10 % CBD beginnen. Besonders als Anfänger kann man bereits mit niedrigen Dosierungen sehr viel erreichen. An dieser Stelle soll die Empfehlung ausgesprochen werden, dass man zu eher niedrigeren Dosen greifen sollte. Dann kann man viel besser für sich selbst bestimmen, was höhere Dosierungen bewirken.

Da jeder Organismus individuell auf Cannabinoide reagiert und nach eigenen Maßstäben eine Toleranz entwickelt, kann man pauschal keine perfekte Dosierung benennen. Viel eher muss jeder für sich selbst die optimale Dosis bestimmen. Am einfachsten geht das, indem man mit einer möglichst niedrigen Dosis anfängt und sich immer weiter steigert.

Anfangs kann man daher mit vier bis fünf Tropfen eines entsprechenden CBD Öls weit kommen. Diesen geben Sie sich über die mitgelieferte Pipette unterhalb der Zunge in den Mundraum. Dort muss das Öl für 60 Sekunden einziehen, damit es über die Mundschleimhäute in den Organismus gelangen kann. Sie sollten wissen, dass CBD Öle sublingual aufgenommen werden. Sie werden also über die Schleimhäute im Mund aufgenommen und nicht etwa über den Verdauungsapparat. Ausschlaggebend ist dabei die sogenannte Arteria lingualis, welche eine große Arterie direkt unterhalb der Zunge ist. Ergänzend könnten einige weitere Mittel sehr hilfreich sein. Weihrauch oder Curcumin hilft häufig bei Verdauungsproblemen. Unter anderem wirken sie, indem sie die Darmschleimhaut wieder aufzubauen. 

Fazit

Das Reizdarmsyndrom befällt einen großen Teil der Weltbevölkerung. Im Vergleich dazu sind die bisherigen Therapiemethoden sehr schwach. In letzter Zeit hat man die meiste Hoffnung in das CBD gesetzt, dennoch finden sich kaum klinische Studien zum Thema. Hoffnung spenden dem hingegen Fallbeispiele und der gesunde Menschenverstand, der erklärt, weshalb CBD theoretisch helfen müsste. Lediglich weil klinische Studien nicht mehr hinterherkommen, sollte man es selbst nicht wagen zu experimentieren. Darum soll an dieser Stelle jeder einzelne Leser dazu aufgefordert sein, das Selbstexperiment zu wagen. Tragen Sie selbst dazu bei, dass der Wissensschatz zu CBD im Kampf gegen den Reizdarm wächst.