CBD und Hautausschläge: Medizinische Vorteile, Studien und Dosierung

Obwohl es noch nicht viele Forschungsanstrengungen gab, um die Wirksamkeit von Hautpflegeprodukten mit Cannabidiol wissenschaftlich zu untersuchen, gibt es viele Nutzer, die berichten, wie sie erfolgreich bakterielle Hautinfektionen, Sonnenbrand oder entzündliche Hautausschläge behandelt haben. Die äußere Anwendung von Cannabisprodukten zu medizinischem Zweck ist nicht neu.


Cannabisbasierte Topika gibt es schon mehrere Tausend Jahre

Cannabisextrakte wurden in Lateinamerika und Indien schon vor Jahrtausenden medizinisch verwendet, auch als Topika, also äußerlich angewandtes Medikament. Natürlich hatte man damals nicht die technischen Möglichkeiten, um einen Wirkstoff zu benennen, der die Schmerzlinderung oder die Reduktion von Entzündungen herbeiführen kann. Heute weiß man, dass Cannabidiol beide dieser Effekte leisten kann, und beides ist ein häufiger Grund für die Einnahme von CBD-Extrakten.

Was sind Hautausschläge und wirkt CBD dagegen?

Die Definition von Hautausschlag beschreibt zunächst einmal eine spür- und sichtbare Veränderung der Farbe und der Oberflächenbeschaffenheit der Haut. Zu den wichtigsten Hautausschlägen gehören Ekzeme, Flechten, Neurodermitis, Pityriasis Rosea und Dermatitis. Hautausschläge können also Rötungen, Erhebungen oder Schuppen sein. Sie können auch andere Erscheinungsbilder haben, aber eines ist ihnen gemein. Sie gehen mit Entzündungen einher und verursachen oft Schmerzen oder Juckreiz. Heute sind Dinge wie Allergien und stoffliche Unverträglichkeiten und Schadstoffbelastungen die häufigsten Faktoren, die die unangenehmen Ausschläge hervorrufen. Die Ursachen von Ausschlägen sind also sehr vielfältig. Im Endeffekt gilt es langfristig, diese Ursachen zu ermitteln und zu eliminieren, da der Ausschlag sonst wiederkehren und sogar chronisch werden kann. Aber ungeachtet dessen, wo ein Ausschlag herrührt, kann Cannabidiol bei den meisten Linderung der Symptome verschaffen und die Heilprozesse begünstigen.

Warum CBD bei Hautausschlägen hilft

Man geht davon aus, dass das Endocannabinoidsystem (ECS), für unser Immunsystem wichtig ist. Dies betrifft unsere Haut in besonderem Maße. Schließlich ist sie praktisch ein Schutzschild des menschlichen Körpers, welche Gefahren durch Verletzung, Krankheitserreger, Witterungen und Umwelteinflüssen ausgesetzt ist. Viele dieser Gefahrenquellen können die Haut beschädigen oder reizen. Entzündungen sind beinahe immer Teil der Symptome von Hautschäden. Eigentlich sind sie Teil des Heilungsprozesses. An dieser Stelle kommt eine der bekanntesten Eigenschaften von Cannabidiol zum Tragen. Es hemmt die Entzündung und unterstützt dadurch den Heilungsverlauf. Dies leistet CBD auch, indem es die Zellregeneration, bzw. das Zellwachstum unterstützt. Aber auch weitere Effekte von CBD kommen der Wundheilung zugute, wenn auch indirekt. CBD fördert Erholung und eine gute Schlafqualität, und die wiederum ist für einen reibungslosen Heilungsprozess unabdingbar.

CBD für die Haut, um Ausschlägen vorzubeugen

Vorsicht ist besser als Nachsicht, dieser kluge Satz gilt auch für die Gesundheit der Haut. Einen Schaden zu vermeiden ist oft leichter und mit weniger Aufwand verbunden, als ihn zu beheben. CBD interagiert mit den Cannabinoid-Rezeptoren des Endocannabinoidsystems, welche das Immunsystem regulieren. CBD unterstützt den Körper dabei, die Systeme in stabiler Balance zu halten. Ein gestärktes Immunsystem kann Entzündungen vermeiden oder zumindest einen günstigen Verlauf gewährleisten. Außerdem kann man mit CBD auch die Hautfeuchtigkeit regulieren, da auch die Ölproduktion der Hautzellen durch das ECS reguliert wird.

Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wirkung von CBD auf Hautausschläge

In einer Studie, die im Jahr 2017 im Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlicht wurde, haben Forscher der University of Colorado bestätigt, dass die entzündungshemmende Eigenschaft von CBD das Cannabinoid für die Behandlung von Hauterkrankungen wie Ekzemen, Kontaktdermatitis, Psoriasis oder Atopie qualifiziert. In der Studie hat sich unter anderem gezeigt, dass acht von 21 Patienten, die zweimal am Tag eine Cannabinoid-Creme verwendeten, von ihrem Juckreiz ganz oder teilweise befreit waren.

Die National Ekzema Association (NEA) bestätigt ebenfalls, dass man bei der Behandlung von Hauterkrankungen mit Cannabinoiden antimikrobielle, entzündungshemmende und juckreizlindernde Effekte beobachte. Diese Eigenschaften werden wohl auch im ersten Lehrbuch der Dermatologie bereits beschrieben.

Wie verwendet man CBD bei Hautausschlag?

Für die topische Anwendung von Cannabidiol steht heute eine Vielzahl von Produkten zur Verfügung. Einige davon sind allgemeine Pflegeprodukte, aber es gibt auch anwendungsspezifische Produkte wie zum Beispiel eine Ekzem-Creme oder eine Akne-Salbe. Auf betroffene Hautstellen kann man die Cremes meist etwas großzügiger auftragen, gut einmassieren und das Ganze vielleicht noch ein oder zweimal am Tag wiederholen.

Ergänzend dazu kann man auch noch oral CBD-Öl zu sich nehmen, um die Heilung auch von innen heraus zu unterstützen. Hat man keine CBD-Hautpflege zur Hand, so kann man auch das CBD-Öl selbst auftragen. Bei großflächigeren Ausschlägen empfiehlt es sich, das CBD-Öl mit etwas Öl (z. B. Oliven- oder Hanf-Öl) zu mischen, da man ansonsten sehr große Mengen verbraucht. Bei kleinen Wunden oder Ausschlägen kann man die betroffenen Stellen sehr gut mit einem mit CBD-Öl benetzten Q-Tip oder der Ecke eines Taschentuchs abtupfen.