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Migräne und CBD

„Ich kann heute nicht zur Arbeit kommen, ich habe wieder meine Migräne.” Diese Entschuldigung kriegen deutsche Arbeitgeber häufig zu hören. Bei der vorliegenden Krankheit handelt es sich um Kopfschmerzen, die immer nach einem bestimmten Muster auftreten. Zeitweilig wiederkehrende Schübe dieser Kopfschmerzen fallen auf und schränken die Lebensqualität des Betroffenen teilweise drastisch ein. Inwiefern CBD helfen kann, soll im Folgenden geklärt werden.


Was ist Migräne?

Die Migräne offenbart sich zuweilen durch sogenannte Migräneattacken. Das sind immer wieder auftretende starke Kopfschmerzen. Weitere Symptome dieser Krankheit sind:

  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Lichtempfindlichkeit
  • Intensivierung der Schmerzen bei Bewegung

Ganze 7 % der Männer und 13 % der Frauen leiden zuweilen an Migräne, normalerweise im mittleren Alter. Dort sind auch dreimal mehr Frauen als Männer von diesem Leiden betroffen, Migräneattacken in der Pubertät kommen auch überdurchschnittlich oft vor. Eine chronische Migräne liegt dann vor, wenn die Anzahl der Tage mit den schmerzenden Attacken die ohne überschreiten. Wie zu erwarten ist dieses Phänomen extrem rar.

Wie Migräne entsteht

Wenn Neuronen im Gehirn eine hohe Aktivität aufweisen, kann es passieren, dass Botenstoffe zu schnell in die Blutgefäße abgegeben werden. Als Folge dessen entsteht eine Entzündung, woraufhin die Gefäßwände der Adern innerhalb des Gehirns aufquellen, der Blutfluss verlangsamt sich. Das bewirkt in manchen Fällen eine leichte Mangeldurchblutung im Gehirn, welche die sogenannte Aura nach sich zieht. Bei der Aura handelt es sich um eine leichte Sehstörung, die eine Migräne ankündigt. Als anerkannter Patient von Migräne ist das ein Zeichen, präventiv Medikamente einzunehmen.

Nachdem die Blutgefäße bereits geschädigt sind, wird dieser Effekt durch Kurzschlüsse an den Nervenenden noch weiter verstärkt. Dadurch werden insbesondere die Gefäßwände in Mitleidenschaft gezogen. Diese weichen weiter auf, wobei der Blutdruck die Gefäße auseinander drückt. Durch all diese Einflüsse sensibilisieren sich die Gefäße extrem, bei normalem Blutfluss entstehen bereits starke Schmerzen. Die Migräne ist in vollem Gange.

Dabei fokussieren sich diese Schmerzen zumeist auf eine Hälfte des Gehirns. Der Schmerz wird als pulsierend oder stechend wahrgenommen und umfasst die Regionen der Stirn, Schläfen und der Augen. Zur akuten Linderung wird Ruhe sowie Dunkelheit empfohlen, da bei Migräne eine Photophobie ausgebildet wird. 

Die Verursacher von Migräne

Die genauen Ursachen für diese Krankheit sind nicht bekannt, stattdessen sind jedoch zahlreiche Trigger beschrieben, welche bei bestimmten Patientengruppen eine Migräne auslösen. An vorderster Stelle finden sich hier Stress und Schlafmangel, die im Normalfall mit einer unregelmäßigen Lebensweise verbunden sind. Desweiteren entstehen solche Anfälle auch, wenn zu wenig getrunken wurde. Vor allem bei Frauen können Migräneattacken kurz vor sowie nach der Periode eintreten.

Die medikamentöse Therapie

Bei einer akuten Migräne wird zu Anfang lediglich mit normalen Schmerzmitteln therapiert. Hierzu zählen die altbekannten Namen:

  • Ibuprofen
  • Naproxen
  • Paracetamol
  • Acetylsalicylsäure
  • Diclofenac

Erst bei besonders schweren Symptomen werden eigens für die Migräne entwickelte Medikamente eingesetzt, die sich Triptane nennen. Diese blockieren die Entzündung innerhalb der Blutgefäße im Gehirn. Um gegen die Kopfschmerzen vorzugehen, werden die geweiteten Blutgefäße wieder verengt.

Falls ein besonders intensiver Fall der Migräne vorliegt und diese zu häufig auftritt, kann auch medikamentös Prophylaxe betrieben werden. Hierbei wählt der Arzt den geeigneten Wirkstoff aus. Diese Form der Vorbeugung ist am effizientesten, wenn auch eine nicht medikamentöse Behandlung erfolgt. Diese kann als Ausdauersport, durch Entspannungsmethoden oder auch als Akupunktur betrieben werden. 

Die Migräne Therapie durch CBD

Klinisch wurde die Wechselwirkung zwischen CBD und Migräne bisher kaum erforscht. Es gibt jedoch zahlreiche Fallbeispiele, die eindeutig eine Minderung der Symptome belegen. So werden in der Regel Tropfen eines entsprechenden CBD-Öls während der Auraphase eingenommen. Bei einigen verschwinden die Schmerzen anschließend komplett und bei einigen werden sie merkbar gelindert. An dieser Stelle soll einfach zum Selbstexperiment angeregt werden, probieren Sie es einfach aus! Übrigens ist ein netter Nebeneffekt davon, dass Migränepatienten durch CBD leichter in den Schlaf finden können.

Es gibt zwar keine Studien zur Migräne und CBD, dafür welche zur Arthritis und Multipler Sklerose. So konnte eine Untersuchung aus dem Jahr 2012 feststellen, dass Cannabidiol bei der Linderung einiger Arten von chronischen Schmerzen und Entzündungen behilflich sein kann.

Ebenso gibt es zahlreiche Studien zur Therapie von Migräne mit medizinischem Marihuana, wobei auch THC enthalten war. So belegt beispielsweise eine Studie der Pharmakotherapie aus dem Jahr 2016, dass medizinisches Marihuana die Häufigkeit von Migräneanfällen reduzieren kann. Durchschnittlich reduzierten sich die Migräneanfälle von 10,4 auf 4,6 Male im Monat.

Darum ist die Hoffnung allemal begründet, dass CBD effektiv gegen Migräne hilft, auch wenn das klinisch durch Studien noch nicht belegt wurde. Das Selbstexperiment lohnt sich für genervte und hoffnungsvolle Patienten allemal! Im Übrigen soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die Krankenkasse die Kosten einer Therapie mit CBD übernehmen kann. Weil sie dazu nicht verpflichtet ist, sollte man aufführen, dass eine derartige Therapie vermutlich billiger als jede andere ist.