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CBD bei Endometriose

Die Endometriose ist eine schmerzhafte Erkrankung, die mit der Menstruation verbunden ist. Sie lässt sich bisher kaum heilen. Auch CBD vermag es nicht, die Endometriose zu heilen, dafür hilft es gegen die Schmerzen und sorgt für Entspannung.


Was ist ein Endometrium?

Die Endometriose entspringt dem Zyklus der Frau. Im Rahmen jedes Zyklus entwickelt der Körper innerhalb der Gebärmutter eine innere Schleimhautschicht, welche Endometrium genannt wird. Zu Anfang des Zyklus wird diese aufgebaut und am Ende wieder zerstört. Dieses Endometrium besteht aus Zwischengewebe, Deckgewebe und aus Drüsen. Die Produktion der Schleimhautschicht wird über Hormone gesteuert, hauptsächlich beteiligt sind Östrogen und Progesteron.

Östrogen übt am meisten Einfluss während der ersten Hälfte des Zyklus aus, hier sorgt das Hormon dafür, dass die obere Schicht des Endometriums verstärkt bzw. aufgebaut wird. In der zweiten Hälfte des Zyklus übernimmt das Progesteron und sorgt für eine stärkere Durchblutung und Drüsensekretion. Hiermit soll erreicht werden, dass die Schleimhaut besser dazu imstande ist, einen Embryo zu ernähren. Wenn keine Befruchtung stattgefunden hat, verschwinden die beiden wichtigen Hormone. Ihre Abwesenheit bewirkt, dass die obere Schleimhautschicht abgestoßen wird, was man als Regelblutung bezeichnet.

Was ist die Endometriose?

Im Falle einer Endometriose hat sich ein Gewebe, wie ein Endometrium, außerhalb der Gebärmutter angesiedelt. Was genau dahintersteckt, ist noch nicht eingehend erforscht. Problematisch ist jedenfalls, dass die Gebärmutterschleimhaut dennoch dem zyklischen Ablauf der Hormone folgt. In der ersten Hälfte des Zyklus wächst also dieses Endometrium. Kritisch wird es gegen Ende des Zyklus, das Fehlen der Hormone kann unter anderem zu inneren Blutungen führen. Wichtig für den Verlauf der Krankheit ist, wo sich dieses Gewebe im Körper ansiedelt.

Am häufigsten befinden sie sich im Eileiter oder in den Eierstöcken, seltener kommen sie im Bereich der Harnblase oder des Darms vor. Überraschenderweise können sich diese Gewebe selbst in der Lunge oder im Gehirn absetzen, das kommt jedoch sehr selten vor. Insofern Frauen Schmerzen haben, können sie zwei Arten von diesen Schmerzen verspüren. Zum einen kann ein zyklischer Schmerz vorliegen, der lediglich in der zweiten Hälfte des Zyklus auftritt. Chronische Schmerzen sind auch möglich, bei denen die Frau dauerhaft mit dem Schmerz konfrontiert wird.

Die Häufigkeit

Genaue Aussagen zur Häufigkeit dieser Krankheit lassen sich nicht treffen, allzu häufig wird die Endometriose überhaupt nicht diagnostiziert. Geschätzt wird jedenfalls, dass 40.00 Neuerkrankungen jedes Jahr in Deutschland auftreten. Zwischen dem Auftreten der Krankheit und der Diagnose vergehen in Deutschland durchschnittlich ganze 10 Jahre.

Die symptomatischen Erscheinungen

An dieser Stelle soll erwähnt werden, dass die Endometriose nicht unbedingt Symptome nach sich ziehen muss. Häufig bleibt die Krankheit unentdeckt, da keinerlei Beschwerden auftreten. Insofern jedoch folgende Symptome erkannt werden und insbesondere wenn Häufungen dieser Symptome vorkommen, sollte ein Arzt konfrontiert werden.

  1. Übertriebene Regelschmerzen: Im Rahmen einer Endometriose können die typischen Krämpfe und damit einhergehenden Schmerzen vor und während der Regelblutung intensiviert werden. In der Medizin nennt man dieses Phänomen Dysmenorrhoe. Besonders starke Schmerzen werden ausgestrahlt, wenn die Endometriose in der Gebärmuttermuskulatur angesiedelt ist. In manchen Fällen sind die Schmerzen derart stark, dass Frauen ihrer Arbeit und ihrem Alltag nicht mehr nachkommen können. Wer derartige Schmerzen verspürt, sollte umgehend einen Arzt besuchen.
  2. Unterleibsschmerzen: Unabhängig von der Menstruation kann eine Endometriose Schmerzen im Unterleib nach sich ziehen. Gelegentlich kommt es vor, dass diese Schmerzen ausstrahlen, überwiegend in die Beine. Die Ursache für diese Schmerzen liegt häufig darin, dass verschiedene Organe und Gewebe miteinander durch die Endometriose verwachsen. In diesem Falle treten nicht selten dauerhafte Schmerzen auf. Des Weiteren können von diesen Endometriose-Herden Entzündungsstoffe in den Organismus losgelöst werden, die zu zusätzlichen Problemen führen können.
  3. Schmerzen beim Sex: Die Schmerzen müssen nicht zwangsläufig während dem Sex auftreten, auch danach können sie noch vorkommen. Frauen beschreiben diese Sorte von Schmerz als brennend und krampfartig. Er kommt häufig vor, wenn die Endometriose in den elastischen Haltebändern der Gebärmutter verankert ist. Diese Sorte der Endometriose kann zu großen Belastung in Partnerschaften führen, da die Frauen gegebenenfalls vollständig auf Sex verzichten.
  4. Schmerzen auf der Toilette: Hier liegt höchstwahrscheinlich eine Endometriose in der Blase oder im Darmbereich vor. Zum einen treten auf der Toilette, egal ob beim Stuhlgang oder beim Wasserlassen, Schmerzen auf. Gelegentlich kann es vorkommen, dass kleine Mengen Blut ebenfalls ausgestoßen werden.
  5. Psychische Probleme: In der Regel geht mit einer Endometriose auch eine Belastung der Psyche einher. Nicht nur die Schmerzen sind unfassbar nervig, auch die ständigen Arztbesuche werden schnell lästig. Insofern also die gegebenen Symptome beobachtet werden können, sollte man bei seinem Arzt darauf bestehen, einen entsprechenden Test durchzuführen.
  6. Unfruchtbarkeit: Ein Großteil der Frauen mit Endometriose können nicht mehr schwanger werden. Genaue Gründe dafür wurden bisher noch nicht erkannt, insofern man dennoch einen Kinderwunsch hat, sollte man darüber mit seinem Arzt reden.

Ursachen für Endometriose

Wie anfangs bereits erwähnt, steht trotz intensiver Forschung die Erkenntnis über die Ursache dieser Krankheit aus. Es gibt einige Theorien dazu, eindeutig belegt sind diese jedoch nicht. Unter anderem tragen Theorien hierzu Namen wie Verschleppungs- oder Transplantationstheorie und Metaplasie-Theorie.

Die Diagnose dieser Krankheit

Wer vermutet, an der Endometriose erkrankt zu sein, sollte einen Frauenarzt aufsuchen. Zu Anfang wird dieser eine Anamnese durchführen, in dem er unter anderem die Symptome erfragt, wie lange diese schon bestehen und inwiefern sie den Alltag einschränken. Wenn nun der Verdacht besteht, wird eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt. Hierfür tastet der Frauenarzt die kritischen Bereiche ab. Schmerzen, Verhärtungen oder Verwachsungen können Hinweise auf eine bestehende Erkrankung geben. Weitere Informationen kann der Gynäkologe aus Ultraschalluntersuchungen ziehen, bei denen er die Bauchdecke und die Scheide absucht.

Wenn ein problematischer Körper festgestellt wurde, wird der Arzt in der Regel eine Gewebeprobe durchführen. Hierfür entnimmt er ein Stück des Gewebes der Endometriose, meistens durch eine Bauchspiegelung. Hierbei wird festgestellt, ob es sich um eine Endometriose handelt oder gegebenenfalls um eine bösartige Erkrankung. Je nach Art der Endometriose können nun weitere Untersuchungen angesetzt werden. Liegt das Problem in der Blase, kann eine Blasenspiegelung durchgeführt werden. Häufig werden weitere bildgebende Verfahren wie die Kernspintomografie oder die Computertomografie angewandt.

Wie behandelt man die Endometriose?

Bei der Behandlung der Endometriose gibt es mehrere Ansätze. Schmerzmittel sollen die Schmerzen lindern, Hormonpräparate können in den Wachstumszyklus eingreifen, Operationen können das ganze Problem auf einen Schlag entfernen. Als Schmerzmittel werden häufig nicht-steroidale Antirheumatika eingesetzt. Hierzu zählt Aspirin, Diclofenac oder das weit bekannte Ibuprofen. Allgemein verwenden Frauen diese Medikamente häufig bei Regelschmerzen. Ein wissenschaftlicher Beweis dazu, dass sie gegen die Schmerzen von Endometriosen helfen, steht noch aus. Diese Medikamente bringen jedenfalls Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden, Kopfschmerzen oder Übelkeit mit sich.

In sehr schweren Fällen der Endometriose kann der Arzt auch Opioide verschreiben. Diese Schmerzmittel erfüllen zwar ihren Zweck, machen dafür aber stark abhängig. Übliche Nebenwirkungen von Opioiden sind Übelkeit und Verstopfungen. Wenn man eine Abhängigkeit entwickelt, treten ganz andere Nebenwirkungen während des Entzugs auf. Eine Therapie über Hormonpräparate eignet sich unterdessen für Frauen, die kein Kind mehr zur Welt bringen wollen. Die Endometriose ist östrogenabhängig. Wenn mehr Östrogen im Organismus vorhanden ist, wächst das problematische Gewebe. Hormonpräparate zielen darauf ab, die Produktion von Östrogen vollkommen zu unterbinden. Bisher ist ungeklärt, ob durch Hormonpräparate die Endometriose komplett geheilt werden kann.

Unterschiedliche Präparate werden dazu eingesetzt, ein berühmter Vertreter ist die Antibabypille. Diese kann bei dauerhafter Einnahme einen Großteil der Schmerzen verhindern. Die Entzugsblutung, die auftritt, nachdem über einen Zyklus hinweg die Pille konsumiert wurde, kann jedoch sehr schmerzhaft ausfallen. Darum sollte man die Antibabypille pausenlos einnehmen, was in Deutschland jedoch untersagt ist. Durchgeführt wird diese Praxis dennoch von vielen. Einige weitere Präparate nennen sich GnRH-Analoga oder Gestagen-Präparate.

Operativ behandelt wird in besonders schweren Fällen der Endometriose. Tritt sie in den Eierstöcken, im Darm oder in der Blase auf und behindert die einwandfreie Funktion dieser Organe, so lässt sich eine Operation nicht mehr umgehen. Im Rahmen der Operation sollen die Gebärmutterschleimhäute vollständig entfernt werden. Erreicht wird dieses Ziel über Laser, elektrischen Strom und über das Skalpell. Gelegentlich muss hierfür ein Stück des angegriffenen Organs entfernt werden.

Ansonsten kann operativ die Gebärmutter mitsamt den Eierstöcken entfernt werden. Für diese Praktik entscheiden sich Frauen, die der Schmerz zum einen komplett übermannt und die auf der anderen Seite keinen Kinderwunsch mehr haben. Indem man die Eierstöcke entfernt, nimmt man der Endometriose das Östrogen zum Wachsen, da dieses hauptsächlich in den Eierstöcken produziert wird. Zu beachten ist, dass durch das Entfernen der Eierstöcke jede Frau direkt in den Zustand der Wechseljahre versetzt wird. Beschwerden der Wechseljahre werden durch Östrogenpräparate therapiert, diese wiederum würden das Wachstum der Endometriose wieder anregen und damit die Beschwerden zurückbringen.

Die gesunde Alternative: CBD

An dieser Stelle greift das Cannabinoid CBD ein. Hierbei handelt es sich um einen nicht psychoaktiven Wirkstoff der Hanfpflanze, der in letzter Zeit immer mehr an Popularität gewonnen hat.

Seine Wirkung entfaltet dieses Cannabinoid über das sogenannte Endocannabinoid-System, welches aus den CB1- und CB2-Rezeptoren besteht. Der Körper produziert bereits von sich aus Endocannabinoide, die an diese Rezeptoren binden. Auf diese Art und Weise übt das Endocannabinoid-System Einfluss auf regulative Funktionen des menschlichen Körpers aus, so auf den Schlaf, den Appetit, das Gedächtnis, die Fruchtbarkeit und die Emotionen. 

Versuche an Ratten konnten beweisen, dass Endocannabinoide das Wachstum der Endometriose hemmen können. Untersucht wurden hier explizit Endocannabinoide, also die Cannabinoide, die vom Körper der Ratten selbstständig hergestellt wurden. Die Studienleiter dieses Experiments wiesen jedoch darauf hin, dass andere Cannabinoide dieselbe Wirkung erzielen könnten.

Wissenschaftlich bewiesen ist jedenfalls, dass Frauen vergleichsweise weniger CB1-Rezeptoren in ihrem Endometrium haben. Dafür finden sich umso mehr CB2-Rezeptoren in diesem Gewebe. Der CB1-Rezeptor ist nun bedeutend an der Schmerzempfindung beteiligt. Einen eindeutigen Zusammenhang zwischen diesem Phänomen und der Wirkweise von CBD konnte man noch nicht feststellen.

Da es eindeutig an Studien mangelt, sollte man sich Fallbeispielen zuwenden. „Es gibt zu diesem Thema bisher keine klinischen Studien. Es gibt jedoch Frauen, die von positiven Effekten berichten. Dies könnte sowohl auf den schmerzlindernden als auch auf den entzündungshemmenden Eigenschaften von Cannabis beziehungsweise den Cannabinoiden THC und CBD beruhen“, erklärte der führende Experte für Medizinalhanf Dr. Franjo Grotenhermen in einem Interview. Aus dem gegebenen Zitat geht hervor, dass CBD tatsächlich helfen kann. Fairerweise muss man jedoch erwähnen, dass Dr. Franjo Grotenhermen sich auf Präparate mit CBD und THC beruft.

Nicht abstreiten lässt sich jedenfalls, dass CBD allgemein gegen Schmerzen hilft und auch so von vielen Frauen gegen Regelschmerzen verwendet wird. Dazu besticht Cannabidiol damit, dass es kaum Nebenwirkungen hat und diese auch verschwinden, sobald man die Dosis ein wenig verringert. Bevor man also zu Opioiden greift, um Schmerzen zu lindern, sollte man es mit CBD probieren.