CBD und das Lennox-Gastaut-Syndrom – Wissenswertes und aktuelle Forschung

Das Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) ist eine besonders schwere Form der Epilepsie, die typischerweise im Kindesalter auftritt. Epileptische Anfälle entstehen durch unkontrollierte elektrische Impulse der Nervenzellen. Da Epilepsie von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich verlaufen kann, werden verschiedene Verlaufsformen zur besseren Beschreibung in sogenannte Syndrome eingeteilt. Beim LGS treten häufig mehrere Anfallsformen im gleichen Zeitraum auf – sowohl tagsüber als auch nachts.

Grundsätzlich unterscheidet die Medizin zwischen zwei Formen der Epilepsie: konvulsiven und nicht-konvulsiven Verlaufsformen. Etwa zwei Drittel aller epileptischen Anfälle gelten als konvulsiv – bei dieser Form stehen Krämpfe im Vordergrund. Das verbleibende Drittel ist nicht-konvulsiver Natur und äußert sich durch andere Symptome.

Der medizinische Umgang mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom

Im medizinischen Umgang mit dem LGS kommen hauptsächlich anfallshemmende Arzneimittel – sogenannte Antiepileptika oder Antikonvulsiva – zum Einsatz. Welche Medikamente oder Kombinationen davon für den jeweiligen Patienten am besten geeignet sind, ist dabei häufig eine individuelle Frage. Es kann einige Zeit in Anspruch nehmen, bis der behandelnde Arzt eine Kombination findet, die sowohl hinsichtlich Wirksamkeit als auch Verträglichkeit passt. Dieser Prozess erfordert von allen Beteiligten viel Geduld.

Wichtig: Alle Informationen in diesem Artikel dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sprich bei gesundheitlichen Fragen und vor jeder Änderung deiner Medikation immer mit deinem Arzt.

CBD und das LGS – was sagt die Forschung?

In der wissenschaftlichen Gemeinschaft wächst das Interesse an Cannabidiol (CBD) im Zusammenhang mit epileptischen Erkrankungen. Eine klinische Studie, die an vierundzwanzig Standorten in den USA, den Niederlanden und Polen durchgeführt wurde, untersuchte die Wirkung eines CBD-haltigen Präparats bei Patienten mit Lennox-Gastaut-Syndrom. Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht.

An der Studie nahmen 171 Probanden teil, die zuvor mit mindestens zwei verschiedenen Antiepileptika keine ausreichende Wirkung erzielt hatten. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt:

  • 86 Probanden erhielten das CBD-haltige Präparat Epidiolex
  • 85 Probanden erhielten ein Placebo

Im Rahmen der Studie wurde unter anderem die Häufigkeit sturzbedingter Anfälle vor und während der Verabreichung des Präparats erfasst und verglichen. Die Ergebnisse zeigten, dass in der Gruppe, die das CBD-haltige Präparat erhielt, seltener sturzbedingte Anfälle beobachtet wurden als in der Placebogruppe. Die Studie liefert damit einen interessanten Beitrag zur laufenden Forschung rund um CBD und Epilepsie – eigene medizinische Schlussfolgerungen lassen sich daraus jedoch nicht ableiten. Sprich bei Interesse an solchen Präparaten unbedingt mit deinem behandelnden Arzt.

CBD und das LGS – Resonanz in der Fachliteratur

Die Ergebnisse der besagten Studie fanden nicht nur in The Lancet Beachtung. Auch deutschsprachige Fachpublikationen wie das Deutsche Ärzteblatt und die Pharmazeutische Zeitung berichteten über die Untersuchung. Dies verdeutlicht, dass CBD und seine mögliche Rolle im Bereich der Epilepsieforschung zunehmend auf wissenschaftliches Interesse stößt.

Christina Sanlnocencio, Geschäftsführerin der Lennox-Gastaut Foundation, äußerte sich dazu wie folgt:

„Die Veröffentlichung dieser positiven Ergebnisse ist ein Meilenstein für alle Betroffenen der Krankheit und wir haben guten Grund zur Annahme, dass bald eine neue Möglichkeit zur Verfügung stehen könnte.“

Zulassung von CBD-haltigen Arzneimitteln

Das Pharmaunternehmen GW Pharmaceuticals plc hat nach Abschluss der Studie sowohl in den USA als auch in der EU entsprechende Zulassungsanträge eingereicht. In den USA erteilte die US-Bundesbehörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) die Zulassung für das Präparat Epidiolex. Auch in der Europäischen Union wurde das Präparat inzwischen unter dem Namen Epidyolex durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen – ein Schritt, der das wachsende Interesse der Behörden an CBD-basierten Arzneimitteln widerspiegelt.

Diese Entwicklungen zeigen, dass CBD-basierte Substanzen im Bereich der Epilepsieforschung zunehmend in den Fokus rücken und von Zulassungsbehörden ernsthaft geprüft werden. Für Betroffene und deren Familien kann dies ein Zeichen der Hoffnung sein – allerdings sollte die Entscheidung über eine mögliche Anwendung stets gemeinsam mit dem behandelnden Arzt getroffen werden.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen immer mit deinem Arzt.