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Wie werden Hanf Extrakte hergestellt?

Wie werden Hanf Extrakte hergestellt?

Durch die sich immer weiter ausbreitende Legalisierung von Cannabis schließen sich auch immer mehr Leute der „710-Kultur“ (710 umgedreht = Oil) an. Die Menschen wollen sich die vielen medizinischen und gesundheitlichen Effekte zunutze machen und interessieren sich zunehmend für die Herstellung der verschiedenen Cannabis-Extrakte. Dieses Verfahren ist allerdings eine Kunst für sich, trotzdem im Grunde gar nicht so schwer. Und so muss man auch kein Chemiker oder Biologe sein, um seine eigenen Hanf Extrakte herzustellen. Mit ein wenig Geduld lassen sich auch in den eigenen vier Wänden Extrakte herstellen. Theoretisch, denn im Bezug auf die Gesetzeslage ist es immer noch eher schwierig, in seinem Haus Cannabispflanzen anzubauen. Denn THC ist in Deutschland illegal, auch wenn aus den Cannabispflanzen keine high-machenden Produkte hergestellt werden sollen.

Über Lösungsmittel und Extraktionsverfahren

Um Hanf-Extrakte herstellen zu können werden diverse Lösungsmittel benötigt. Denn nur so ist es möglich, das Öl aus den Blüten zu extrahieren. Die am häufigsten verwendeten Lösungsmittel in diesem Fall sind: Propan, CO2, Isopropylalkohol, Dimethylether, Ethanol und Butan. Und in diesen befinden sich am Ende des Verfahrens die kostbaren Inhaltsstoffe der Pflanze, wie etwa das THC oder CBD. Je nach Pflanzenart können diese zwischen 70% und 99 % liegen.

Wichtig bei der Herstellung ist zu beachten, dass nicht jedes Lösungsmittel unschädlich oder ungefährlich ist. Isopropylalkohol zum Beispiel ist ein häufig verwendeter Reinigungsalkohol und stark gesundheitsschädlich, wenn Rückstände in der Essenz bestehen bleiben. Deshalb ist von der Verwendung dieses Lösungsmittels eher abzuraten. Ein ebenso verwendetes Mittel wird Butan genannt, ein sehr explosives Gemisch, welches ebenfalls nicht in unsachgemäße Hände gehört. Leider kommt es genau aus diesem Grund in illegalen Cannabisveredlungsanlagen immer wieder zu schwerwiegenden Unfällen.

Die ungefährlichste Art der Extraktion ist das Verfahren mit CO2. Allerdings benötigt man hierfür eine hochpreisige Maschinerie und Anlage. Für den privaten Gebrauch bedarf es hier schon eines mittleren Kredites, um sich mit dieser Art des Verfahrens zu beschäftigen. Für den Privatmann keine lohnenswerte Investition, wenn es lediglich um den Eigengebrauch gehen soll.

Eine weitere Methode, um die Inhaltsstoffe zu extrahieren, ist die „Live-Resin“ Extraktion. Bei dieser Vorgehensweise werden die frisch geernteten Blüten zuerst schockgefrostet, um sie dann mit dem CO2 Verfahren weiter zu behandeln. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Terpene, Cannabinoide und Resinoide, welche normalerweise beim Trocknungsprozess verloren gehen würden, im reinen Endprodukt enthalten bleiben.

Herstellung mit CO2 oder Alkohol

Beim Extrahierungsverfahren mit CO2 werden die Inhaltsstoffe der Pflanze unter einem Druckwert von mindestens 73,75 bar herausgelöst. Wenn dann der Druck wieder abfällt, gibt das CO2 die gelösten Stoffe ab. Wichtig ist aber, dass Parameter wie Temperatur, Zeit und Druck genau auf die Art der Pflanze abgestimmt werden. Denn nur so ist es möglich, alle wichtigen Terpene und Cannabinoide zu erhalten.

Chemische Reaktionen können hierbei nicht auftreten. Denn CO2 ist eine träge Substanz und reagiert somit nicht mit dem Rohmaterial und seinen Inhaltsstoffen. Nur deshalb ist es auch möglich, bei diesem kritischen Verfahren die Inhaltsstoffe in ihrer natürlichen Form zu behalten. Das Vorgehen eignet sich besonders gut für die Gewinnung von Ölen oder Extrakten, ist aber nicht ganz günstig, sodass sich für Privatleute eher der Kauf fertiger Produkte lohnt.

Für die Herstellung mit Hilfe von Alkohol werden zwei große Schüsseln benötigt, dazu Ethanol und bei Bedarf hochwertiges Oliven- oder Kokosöl. Die getrockneten Blüten werden gut zerkleinert und in die Schüssel gegeben. Dort wird das Pflanzenmaterial von Alkohol bedeckt und für ca. 5 Minuten stehen gelassen. Nach Ablauf der Zeit wird die Flüssigkeit in die andere Schüssel abgeschüttet und die Blüten ein weiteres Mal mit Alkohol überdeckt. Nach weiteren fünf Minuten Ziehzeit werden die Blüten herausgefiltert und das Gemisch bei niedriger Hitze in einem Topf für etwa 1 Stunde erhitzt, während immer wieder umgerührt wird. Dieser Prozess ist aber nicht ganz ungefährlich, da sich der Alkoholdampf entzünden kann. Deshalb wäre es zu empfehlen, das Öl-Alkoholgemisch unter freiem Himmel auszukochen.

Bei einer Pflanzenmenge von 500 Gramm Cannabis werden in etwa 10 Liter Ethanol benötigt, um eine Menge von ca. 30 Gramm Öl zu erhalten.

Die Verfeinerung der Hanf Extrakte

Um sicherzustellen, dass das Öl auch wirklich rückstandslos frei von Lösungsmitteln ist, gibt es ein paar unterschiedliche Herangehensweisen. Einerseits könnte man einige Monate warten, ehe der Alkohol verdampft ist. Allerdings kann es so passieren, dass das Öl durch Staubpartikel verunreinigt wird und später in den menschlichen Organismus gelangt. In den meisten Fällen wird zum „Trocknen“ eine Vakuumkammer verwendet. In der Kammer wird der Druck so weit reduziert, dass die Lösungsmittel schon bei kleiner Temperatur anfangen zu kochen und schließlich verdampfen. Wenn die Kammer während des Trocknungsprozesses ein wenig aufgeheizt wird, verkürzt sich die Trocknungszeit um ein Vielfaches. Bei der korrekten Temperatur scheiden sich aber die Geister. Die Empfehlung von Ed Rosenthal, einem Hanfpflanzenzüchter, liegt bei 34°C-37°C.

Manche Hersteller filtern zusätzlich die Wachse und Lipide der Pflanze aus dem Extrakt, was als „Winterizing“ und „Dewaxing“ zu bezeichnen ist. Doch durch das Schleudern und mehrmalige Filtern gehen wichtige Inhaltsstoffe und Terpene verloren. Deshalb findet dieses Verfahren unter Experten nicht von jedem Zuspruch.

Gefahren bei der Herstellung

Die meisten unter uns haben wahrscheinlich keine CO2 Anlage daheim und müssen daher nach herkömmlicher Art extrahieren. Und das ist nicht immer ganz ungefährlich. Denn auch wenn es viele Anleitungen oder YouTube-Videos im Internet gibt, heißt das noch lange nicht, dass nichts passieren kann. Gerade bei den Methoden mit entzündlichen Lösungsmitteln, welche ohne professionelle Anlage ausgekochte werden, können schlimme Unfälle passieren. Leider sind solche Unfälle schon viel zu oft passiert, mitunter sind sogar Todesfälle zu verzeichnen. Die notwendigen Brandschutzbestimmungen dazu sind deshalb vorab zu klären. Und auch das Auskochen der Lösungsmittel darf nicht in einem geschlossenen Raum passieren.

Des Weiteren sind die meisten Extraktionsverfahren nicht legal. Denn bei der Herstellung werden Cannabinoide aus der Pflanze extrahiert und dazu zählt auch THC (Tetrahydrocannabinol). Infolgedessen läuft man schnell Gefahr, den erlaubten THC-Grenzwert von 0,2 % zu überschreiten. Mal ganz davon abgesehen, dass der Besitz der Pflanzen schon im Vorfeld verboten ist, egal was im Anschluss damit passiert. Und somit besteht die Gefahr zur Rechenschaft gezogen zu werden, bevor man das Öl überhaupt herstellen konnte.

Die ungefährlichste Methode für die Herstellung von Hanf Extrakten

Es gibt noch eine weitere Methode der Herstellung von Hanfextrakten, eine der Ungefährlichsten, um es an dieser Stelle herauszustellen. Die Rede ist von Ölmazerat. Mit dieser Methode werden schon seit Jahrtausenden Wirkstoffe aus Pflanzen extrahiert. Gemeint ist damit das Einweichen der Produkte.

Für dieses Verfahren werden die trockenen Blüten zerkleinert und in einen verschließbaren Glasbehälter gegeben. Dann werden die Blüten mit einem Pflanzenöl nach Wahl übergossen und für 3-4 Wochen stehen gelassen. Nach Ablauf dieser Zeit kann man deutlich erkennen, dass sich zwischen den Inhaltsstoffen der Pflanze und dem Öl ein Verhältnis von 1:1 gebildet hat.
Längeres Lagern der Mischung ergibt keinen Sinn, denn die Inhaltsstoffe haben sich nach der Zeit von 3-4 Wochen bereits vollständig aus der Pflanze gelöst. Je länger man das Öl ziehen lässt, desto höher ist die Gefahr der Schimmelbildung auf dem Extrakt. Aus diesem Grund ist es auch so enorm wichtig, dass die Blüten trocken sind. Weiterhin darf das Öl-Pflanzengemisch nach dem Verschließen nicht mit Luft in Verbindung kommen, die Blüten sollten vollständig mit Öl bedeckt sein. Das Glasgefäß sollte an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt werden, um zu verhindern, dass durch zu viel Wärme oder Licht Inhaltsstoffe verloren gehen.

Ein großer Vorteil dieser Methode ist, dass der Grenzwert von 0,2 % nicht überschritten werden kann. Das liegt daran, dass die Inhaltsstoffe bei diesem Verfahren nicht konzentriert, sondern durch das Öl direkt versetzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Grenzwert schon vor dem Einlegen nicht überschritten wurde.

Die verschiedenen Hanfextrakte

Farbe und Konsistenz eines Extraktes hängen immer von den Herstellungskriterien wie, Temperatur, Terpene, Lipide, Parameter, Cannabinoide und Luftfeuchtigkeit ab. Doch auch wenn man das Aussehen mit den Parametern ein wenig steuern kann, ist es immer wieder eine Überraschung, wie das Endresultat aussieht. Und je besser alles gelöst und miteinander vermischt ist, desto klarer ist die Masse am Ende. Bei industriell hergestellten Extrakten ist das anders. Denn diese werden unter demselben Verfahren mit den immer gleichen Parametern hergestellt.

Ein paar der gängigsten Begriffe:

Shatter:

Die Bezeichnung Shatter steht für Splitter und das trifft es eigentlich ganz gut. Denn Shatter zerbricht leicht in kleine Stücke und hat bei niedriger Raumtemperatur eine glasartige Konsistenz. Es ist lichtdurchlässig und sieht ein bisschen so aus wie Bernstein.

Honeycomb:

Honeycomb verfügt über kleine Luftkammern, welche an Bienenwaben erinnern. Die Luftkammern entstehen während des Reinigungsprozesses in der Vakuumkammer, wenn das Lösungsmittel verdampft. Diesen Extrakt gibt es als Shatter oder Wax.

Hanfwax oder Butter:

Darunter versteht man die milchigen Produkte, welche nicht lichtdurchlässig sind. Diese Extrakte werden lange gerührt, ehe sie ihre cremige, pastellfarbene Konsistenz erhalten.

Crumble oder auch Live-Resin:

Dieser Name stammt von der krümeligen Konsistenz, welche an Palm- oder Kokosblütenzucker erinnert. Das Ausgangsprodukt ist dabei ziemlich feucht, je länger es gelagert wird, desto krümeliger wird die Konsistenz.

Kief:

Kief wird manchmal auch Polle genannt, was der pulverigen Konsistenz geschuldet ist. Das Verfahren hierfür ist relativ einfach und benötigt keine Lösungsmittel. Kief ist das, was in vielen Grindern als Pulver übrig bleibt und in einem Fach gesammelt wird. Es wird dann von den Blüten gelöst, wenn das Pflanzenmaterial durch ein Sieb gerüttelt wird.

Bubble-Hash

Das Herstellen dieses Extraktes eignet sich hervorragend, um übrig gebliebenen Trimm zu verarbeiten. Dazu wird das Material in Eis gelegt, wobei sich Trichome lösen. Das Ganze wird dann gefiltert und übrig bleibt eines der reinsten Extrakte, das man bekommen kann.

Cannabis Extrakte auf Erfolgskurs in Deutschland

In USA und Kanada sind die Extrakte unlängst bekannt, in Europa scheinen sie nun auch kurz vor dem Durchbruch zu stehen. Konsumenten schätzen dabei vor allem die entspannenden Effekte einiger Extrakte. Sie lassen sich außerdem gut dosieren und sind vor allem im medizinischen Bereich eine Bereicherung. Hoffen wir, dass sich diese Aspekte weiter durchsetzen und anerkannte Medikamente aus den Extrakten hergestellt werden.

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