CBD gegen Zeckenstiche: Borreliose Therapie mit Cannabidiol

Bei der sogenannten Lyme-Borreliose handelt es sich um eine Infektion durch Bakterien. Dabei werden diese Bakterien über Zeckenbisse übertragen. Das besonders interessante therapeutische Potenzial von CBD in Verbindung mit dieser Krankheit soll im Folgenden erläutert werden.


Was ist die Lyme-Borreliose?

Die Lyme-Borreliose bezeichnet eine Krankheit, welche durch eine Infektion mit Bakterien der Art Borrelia ausgelöst wird. In einem frühen Stadium lässt sich diese Krankheit noch leicht bekämpfen, je weiter sie fortschreitet, umso ernster wird sie. Dabei kann die Infektion verschiedene Organe des Menschen angreifen, darunter besonders die Haut, die Gelenke und das Nervensystem.

In ganz Deutschland lassen sich Zecken mit diesen Bakterien finden. Ganz besonders in der Phase zwischen März und Oktober kann man sich leicht anstecken. Keine andere Krankheit wird so häufig über Zecken transmittiert wie die Borreliose. Auch Mücken oder sogar Pferdebremsen können diese Krankheit übertragen, das kommt jedoch kaum vor. Im Übrigen ist ein direkter Austausch der Bakterien von Mensch zu Mensch nicht möglich. Im Gegenteil zu FSME gibt hier keine vorbeugende Schutzimpfung.

Die Borrelien

Hinter der gesamten Krankheit stecken kleine Bakterien, die sich Borrelien nennen. Von diesen gibt es insgesamt vier Sorten. Von ihrer Form her ähneln sie einer Spirale. An ihrem einen Ende haben sie ein haarähnliches Gebilde, welches in der Biologie als Flagellen bezeichnet wird. Optisch muten sie wie ein Propeller an und sie bewegen sich auch entsprechend rotierend voran. Vorzufinden sind Borrelien im Blut von kleinen Nagern, so beispielsweise Mäusen oder auch Vögeln. Wenn Zecken diese Tiere angreifen, nehmen sie die Borrelien auf. Innerhalb der Zecke nisten sie sich im Darm ein. Sobald die Zecke jedoch einen Menschen sticht, wandern diese Bakterien vom Darm in den Speichel und von dort in den menschlichen Blutkreislauf.

Die Symptome der Borreliose

Für diese Krankheit gibt es zahlreiche unterschiedliche Symptome. Sie treten in jeweils drei unterschiedlichen Stadien auf.

Erstes Stadium: Die Frühborreliose

Dieses Stadium beginnt bereits nach einigen Tagen oder bis zu drei Monaten nach dem Zeckenstich. Charakteristisch für dieses Stadium ist die sogenannte Wanderröte. Hier findet sich eine kreisförmige und gerötete Markierung auf der Haut. Häufig tritt diese an der Bissstelle der Zecke auf, das muss jedoch nicht sein. Der Kreis kann sich auf bis zu 65 cm Durchmesser ausdehnen und er verschwindet nach einiger Zeit spontan wieder. Darum sollte man nach einem Zeckenbiss immer Ausschau nach der Wanderröte halten.

Andere Symptome dieses Stadiums:

  • körperlicher Schwäche
  • körperlicher Schmerz
  • Fieber
  • Lymphknotenschwellungen
  • Reizbarkeit
  • Bindehautentzündungen 

Zweites Stadium: Das frühe disseminierte Stadium 

Dieses Stadium wird häufig mit einer Grippe verwechselt. Trügerisch ist, dass es erst einige Monate nach dem Zeckenstich auftritt, bis dahin hat man die Borreliose meistens schon lange vergessen. Deswegen sollte jeder bei den folgenden Symptomen überlegen, ob zuvor ein Zeckenstich vorkam.

Zum einen äußert sich dieses Stadium in Form einer Neuroborreliose, in welcher die Erkrankung das Nervensystem angreift. Hier findet eine Hirnhaut- und Nervenwurzelentzündung statt. Infolgedessen sind Lähmungen, Schmerzen und auch neurologische Ausfälle zu vermerken. Der Ursprung dieses Leidens besteht im Rückenmark. Dazu könnte auch ein einzelner Nerv gelähmt werden, hierdurch könnte beispielsweise eine Gesichtshälfte herabhängen.

Hier hören die Erscheinungen noch nicht auf. Auch der Herzmuskel kann sich eine Entzündung zuziehen und dementsprechend Herzrhythmusstörungen auslösen. Auch das Auge lässt sich nicht schützen, besonders die mittlere Augenhaut kann sich entzünden. Ebenso können Beeinträchtigungen in der motorischen Bewegbarkeit sowie in der Psyche auftreten.

Drittes Stadium: Das Spätstadium

In diesem Stadium gelangt man erst nach Monaten bis Jahren. Primär zeichnet dieses Stadium die Lyme-Arthritis aus, schubweise oder sogar chronisch entzünden sich die Gelenke. Hierbei kann eine Mono- oder Polyarthritis entstehen. Im Regelfall werden die Knie angegriffen, wobei sich zu den Entzündungen Schmerzen in den Muskeln und den Sehnen hinzugesellen.

Auch das Hautbild verändert sich stark, ganz besonders die Hände und Füße färben sich bläulich und die Haut verdünnt sich. Auch die Nerven können weiteren Schaden nehmen, Teile des Körpers können unter Umständen gelähmt werden. Auch eine chronische Erschöpfung und eine tief greifende Wesensveränderung sind zu erwarten. Wenn die Borreliose fortan nicht bekämpft wird, ist der Tod des Patienten nicht auszuschließen.

Die Diagnose

Im Normalfall fällt die Diagnose nicht schwer. Insofern die Borreliose im Frühstadium diagnostiziert wird, so reicht ein Blick des Arztes auf die Wanderröte aus, um Medikamente gegen die Borreliose zu verschreiben. Es gibt jedoch noch weitere Nachweise, um ein sicheres Ergebnis zu erzielen. Zu den Tests gehören Folgende:

  • Antikörpernachweise
  • Suchtests und Bestätigungstests
  • Erregernachweise
  • Lymphozyten-Transformationstests

Die Behandlung ohne CBD 

Die Therapie findet vorwiegend über Antibiotika statt, welche über mehrere Wochen eingenommen werden müssen. Hierbei ist zu bemerken, dass ein früher Start der Therapie einen günstigen Verlauf versichert. Man sollte also mit Symptomen der Borreliose möglichst früh zum Arzt gehen, um den schädlichen Teil dieser Krankheit nicht ausbrechen zu lassen. Im Frühstadium wird Erwachsenen das Antibiotikum Doxycyclin verschrieben. Über einen Zeitraum von zwei Wochen sollte jeden Tag eine Tablette eingenommen werden.

Wenn bereits das Spätstadium erreicht wurde, werden schärfere Antibiotika eingesetzt. Diese nennt sich Ceftriaxon, Cefotaxim und Minocyclin. Lediglich Letztere konsumiert man in Form von Tabletten, die ersten beiden werden intravenös gespritzt, um einen möglichst hohen Pegel des Antibiotikums im Blut zu gewährleisten. Insofern die Bakterien gegen Antibiotika resistent sind, wird die Behandlung nach 4 Wochen eingestellt und ein neuer Wirkstoffe zu Hilfe genommen. Erst wenn chronische Schmerzen auftreten, werden auch Schmerzmittel eingesetzt. Im Spätstadium bildet sich oftmals eine Arthritis, hier können Diclofenac und Ibuprofen verschrieben werden.

Anders fällt die Therapie bei der Neuroborreliose aus. Diese wird wieder akut mit dem Antibiotikum Doxycyclin über zwei Wochen hinweg behandelt. Des Weiteren steht es dem Arzt frei, auch intravenös Antibiotika anzuwenden. Nach sechs Monaten findet ein weiterer Test statt. Wenn immer noch zu viele weiße Blutkörperchen vorhanden sind und noch symptomatische Beschwerden auftreten, so wird eine Therapie mit Antibiotika wiederholt.

Leider hilft nicht immer die Therapie mit Antibiotika. Durch die Resistenz zahlreicher Erreger greifen einige Patienten auf die Naturheilkunde zurück, wobei man CBD auch zu dieser Therapie hinzuzählen könnte. Hier setzt man an zwei Kernpunkte an, zum einen sollen die natürlichen Abwehrkräfte gestärkt und zum anderen jegliche Giftstoffe aus dem Körper entfernt werden. Dabei gibt es zahlreiche Methoden für beide Ansätze. 

Heilmittel CBD

Beim Cannabidiol handelt es sich um ein Phytocannabinoid. Während Endocannabinoide vom Körper selbst hergestellt werden, produziert die Cannabispflanze Phytocannabinoide. Alle Cannabinoide haben gemeinsam, dass sie im menschlichen Organismus über das Endocannabinoid-System wirken. Dieses ist ein regulatives Netzwerk im Menschen, was sich auf zahlreiche grundlegende Erscheinungen auswirkt, so beispielsweise auf den Schlaf-Wach-Rhythmus, den Appetit und die die Homöostase.

In neuester Zeit besteht ein Hype rund um die therapeutischen Möglichkeiten des Cannabidiols. Bereits bei zahlreichen körperlichen Leiden hat sich das therapeutische Potenzial bewiesen. Die Borreliose ist auch eine dieser Krankheiten, bei denen unabdingbar positive Einflüsse vermerkt werden können.

Erstmal sollen die bereits klinisch bestätigten Eigenschaften vom CBD aufgelistet werden, Cannabidiol wirkt unter anderem

  • antibakteriell
  • schmerzlindernd
  • Übelkeit reduzierend
  • krampflösend
  • entspannend
  • antidepressiv
  • gegen Kopfschmerzen
  • gegen Übelkeit

Eine Studie aus dem Jahr 2008 konnte belegen, dass Bakterien der Lyme-Borreliose effektiv durch CBD bekämpft wurden. Des Weiteren wurde offenbart, dass die antimikrobiellen Eigenschaften besonders gegen die resistenten Erreger wirken konnten.

Überdies gibt es bestätigte Fallgeschichten, in welchen Patienten der fortgeschrittenen Borreliose ihre Symptome durch das Rauchen von CBD vermindern konnten. Ein Großteil darauf lässt sich auf die entzündungshemmenden Eigenschaften des CBDs zurückführen, zumal zahlreiche Erscheinung der Borreliose lediglich Entzündungen sind.

Hierzu soll erwähnt werden, dass CBD nahezu nebenwirkungsfrei ist. Erst bei Überdosierungen können Nebenwirkungen auftreten, wozu unter anderem Durchfall, leichter Schwindel und bei besonders hohen Überdosierungen auch Erbrechen zählt. Falls einer dieser Fälle eintritt, hat das keine gesundheitlichen Folgen, man muss lediglich die Dosis des CBDs ein wenig reduzieren.

Die CBD-Therapie in der Praxis

Am gängigsten konsumiert man CBD in Form von Ölen. Von diesen gibt man sich zwei bis fünf Tropfen unterhalb der Zunge in den Mundraum und lässt den Wirkstoff anschließend für 60 Sekunden wirken. Erst danach darf man schlucken! Dies wiederholt man am besten zweimal täglich, wobei man die Menge nach persönlichen Erfahrungen und auch nach den Empfehlungen des eigenen Arztes anpassen kann. Sowieso sollte man Rücksprache mit dem eigenen Arzt halten, besonders wenn man bereits andere Medikamente einnimmt.

Zuletzt soll Ihnen noch ans Herz gelegt sein, die Kosten für entsprechende Präparate von der Krankenkasse gedeckt zu bekommen. Bei dieser sollten Sie aufführen, dass eine Therapie durch CBD vermutlich kostengünstiger als jedwede andere Alternative ist. Im Normalfall erhalten Sie dann sogleich entsprechende Präparate.